 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Geben Sie Ihre Wertung ab!
|
|
|
|
Athorn Phobia
|

|
Waghalsig |
roz. Nach ihrer EP von 2009 kommt nun “Phobia”, das offizielle Debütalbum von Athorn aus Hannover. Zwei Songs von der EP sind auf dem Album wieder zu finden. Thematisch dreht sich alles um menschliche Ängste und Phobien. Auch musikalisch. Der moderne Power-Metal ist schwer zugänglich. Vergleiche mit Nevermore, Iced Earth oder Brainstrom bieten sich an.
"Phobia" stilistisch einzuordnen ist schwierig. Dies ist gleichzeitig die grösste Stärke, aber auch die grösste Schwäche des Albums. Es braucht Zeit, bis man sich nach anfänglicher Verwirrung zurechtfindet. Athorn machen eine bestmöglich ausbalancierte Mischung aus groovenden Rhythmen, knallenden Riffs, anspruchsvollen Songstrukturen, mitreissender Gitarrenarbeit und Death-Metal-Growling. Carsten Frank singt aber auch melodisch. Seine kräftige Stimme steht dabei oft etwas zu sehr im Vordergrund.
Technisch spielt die Band in der oberen Liga, was insbesondere bei den Gitarrensoli deutlich wird. Trotz der grossen Stilvielfalt wirkt das Album auf Dauer ein wenig gleichförmig. Dennoch ist "Phobia" ein interessantes, überraschendes Debüt mit einem Hang zum Experimentellen. Vielleicht ist die Band sogar ein bisschen zu waghalsig.
|