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Portobello Sinners & Saints
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Himmlisches Höllenreich |
roz. "Sinners & Saints" ist das dritte Album der luzernerisch-zürcherischen Band Portobello. Die elf Songs sind von unterschiedlicher Art. Mal sind es vorwärtstreibende Nummern mit stürmischen Riffs, dann wieder unaufgeregte skizzenartige Miniaturen. Dabei erreicht die Band tatsächlich die Einheitlichkeit in der Vielfalt. Aufgenommen wurde mehrheitlich im Gasthaus Grünenwald in Engelberg mit mobilem Equipment.
Portobello machen in erster Linie gitarrenlastige Popmusik. Neben der Standard-Instrumentierung Gitarre/Bass/Schlagzeug packt das Trio aber bei Bedarf auch Synthie-Sounds und elektronische Beats aus. Das Ganze bewegt sich dann irgendwo zwischen New Wave und Punk. Auffallend ist der eigentümliche, nasale Gesang, der entfernt an Brian Molko von Placebo erinnert. Auch sonst macht es die Band dem Hörer nicht einfach. Portobello legen Wert auf markante Rhythmik. Das kommt zum Teil ganz schön sperrig daher (z.B. "Every Song"). So braucht man ein paar Anläufe, bis man sich mit "Sinners & Saints" versöhnt. Aber dann eröffnet sich die Platte als himmlisches Gesamtkunstwerk, das aus dem Höllenreich kommt.
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