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Nelson Lightning Strikes Twice
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Munter und makellos |
roz. Die Zwillinge Matthew und Gunnar Nelson kommen aus einer musikalischen Familie. Konkret haben die Nelsons einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde: Als einzige Familie gelang es ihnen, in drei aufeinander folgenden Generationen, einen Nummer-Eins-Hit zu landen (Vater Ricky Nelson ist einer der erfolgreichsten Rock'n'Roll- und Countrysänger, die Grosseltern sind Ozzie und Harriet Nelson). Die Brüder hatten 1990 mit “(Can’t Live Without Your) Love And Affection” einen Welthit. In den folgenden 20 Jahren veröffentlichten sie zwar weiterhin Alben, doch an diesen Erfolg konnten sie nie anknüpfen. Auch der neueste Output "Lightning Strikes Twice" wird daran wohl wenig ändern.
Der Titel "Lightning Strikes Twice" soll wohl suggerieren, dass wir es hier mit einem Album zu tun haben, dass den Erfolg des Debüts "After The Rain" wiederholen kann. In der Tat sind die Songs sehr melodisch, munter und makellos produziert. Der Gesang von Gunnar (Gitarre) und Matthew Nelson (Bass) klingt gehaltvoll und doch schmeichlerisch. Die Stimmen der Nelsons sind das ganz grosse Plus dieser Produktion. Der Sound erinnert deutlich an Bon Jovi. Waschechter, melodischer Hardrock, radiotauglich und mit einem ausdrücklichen Hang zum Kitsch. Eigentlich gibt es hier nichts auszusetzen. Aber am Ende bleibt halt doch nichts hängen. Und weil die Platte 20 Jahre zu spät kommt, werden Nelson weiterhin ein One Hit-Wonder bleiben.
P.S. Bei der Toto-ähnlichen Ballade “To Get Back To You” ist Steve Lukather als Gastgitarrist zu hören.
P.P.S. Frontiers veröffentlicht dieser Tage auch ein Album mit Demos zu "After The Rain", sowie ein Live-Album mit Aufnahmen aus jener Zeit.
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