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Seasick Steve You Can't Teach An Old Dog New Tricks
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Anerkennenswert |
roz. Seasick Steve, Jahrgang 1940, kommt aus dem amerikanischen Oakland. Schon in früher Jugend riss er von zu Hause aus und schlug sich als Wanderarbeiter, als sogenannter Hobo, durch. In den 90ern liess er sich als Session-Musiker in Seattle nieder und arbeitete mit Bands wie Modest Mouse. Sein erstes Soloalbum nahm er erst mit über 60 auf – in seiner Küche. " You Can't Teach An Old Dog New Tricks " ist sein mittlerweile sechstes.
Zuträglich sind die autobiografischen Berichte von Seasick nicht. Aber so ist das halt, wenn man einem Mann zuhört, der sein halbes Leben ohne festen Wohnsitz unter Brücken verbrachte. Jedenfalls ist Steve ein eindrücklicher Geschichtenerzähler. Dazu schrammelt er ein paar Blues-Akkorde auf halbkaputten, teilweise selbstgebauten Instrumenten. Witzig ist, wie im Booklet zu jedem Song die Gitarre abgebildet ist, mit der er aufgenommen wurde. Etwa die "Morris Minor Guitar", eine Art 3-Saitige Dobro. Oder das "3-String Trace Wonder", bei der die beiden E- sowie die D-Saite fehlen. Es ist wirklich erstaunlich, was der alte Mann aus nur drei Saiten zaubert. Aber es kommen auch normale Sechs-Saiter zum Einsatz. Vielfach ist nur der Gesang zu hören, der mit Gitarre oder Banjo begleitet wird. Es sind aber auch voll instrumentierte Nummern mit Schlagzeug dabei. Und bei drei Songs wirkte der legendäre John Paul Jones am Bass mit, der auch als Endecker von Seasick Steve gilt. Der Delta-Blues auf "You Can't Teach An Old Dog New Tricks" ist spartanisch und auf seine Art anerkennenswert.
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