roz. Die bernische Band Daliah ist engagiert. Sie haben im Proberaum transpiriert. Aufnahmen finanziert. Tourneen organisiert. Und nun unter dem Titel "Daliah" ihre zweite CD produziert. Die ist mit knapp 35 Minuten Spielzeit zwar etwas unterdimensioniert. Aber Daliah klingen qualifiziert. Alles andere als klein kariert.
Auf "Daliah" finden sich neun Songs mit Mundart-Texten und einer auf Spanisch. Die Texte drehen sich um das Leben und die Band und schwanken zwischen pointierter Sozialkritik und allzu banalen Gschichtli. Die Stimme von Sängerin Renée Leanza aber ist sehr angenehm und der Stilmix aus Pop und Chanson mit Jazz-Elementen hat es in sich. Mit Gebläse und Tasten und zurückhaltender Gitarre. Live tritt die Band als bis zu 11-köpfiges Orchester auf. Der organische Sound ist sympathisch. Es klingt wie live im Probekeller aufgenommen. Nicht schummrig sondern wohltuend authentisch. Und so sind Daliah das unaufdringliche Gegenstück zum üblichen Berner-Mundart-Einheitsbrei.