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Max Mutzke Max Mutzke
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Kann die hohen Erwartungen nicht erfüllen |
roz. Im Rahmen des Casting-Show-Booms hat Stefan Raab in seiner Sendung TV Total eine Art Anti-Casting-Show ins Leben gerufen: "Stefan sucht den Super Grand Prix Star" (kurz: SSDSGPS). Den Gewinner Max Mutzke, ein sympatischer junger Musiker aus dem Schwarzwald, schickte Raab zum Eurovision Songcontest. Der geniale Song "Can’t Wait Until Tonight" aus Raabs Feder schaffte den 5. Platz. Nun ist das Album da. Die hohen Erwartungen werden aber leider enttäuscht. Raab fungiert als Produzent, Songschreiber und Multi-Instrumentalist. Dieser Mann hat Talent, das steht fest, auch wenn sein Schlagzeug-Spiel nicht viel über Standard-Niveau hinausreicht. Deshalb ist es ein wenig unverständlich, warum er nicht seine überlegene TV-Total-Band für die Aufnahmen einspannte. Die hätten den Songs bestimmt das gewisse Etwas verliehen. Denn den englisch gesungenen Soul-Nummern fehlt hier schlicht der Pepp, sie unterscheiden sich kaum vom Einheitsbrei, den man sonst so hört. Das von Mousse T. geschriebene "C’mon People" sticht mit seinem Dancefloor inspirierten Groove noch am ehesten heraus. Die deutsch gesungenen Songs dagegen haben schon mehr Charakter. Mutzke ist wahrlich ein talentierter Sänger. Seine Texte klingen aber reichlich naiv ("Vielleicht gefällt dir nicht, was Max macht, aber Max gefällt das schon. Sonst würde Max das nicht machen und ich steh hinter jedem Ton"). Und die Mischung aus sechs deutschen und fünf englischen Songs wird zum Stolperstein. Dem Album fehlt eine klare Linie. Die Produktion ist sehr basslastig und wummerig und klingt wohl bewusst nach 70er, ähnlich wie Raab’s Single "Wir kiffen". Überhaupt tönt die CD wie eine Stefan-Raab-CD, bei der einfach nicht Stefan Raab singt. Unter dem Strich stellt man also fest, dass auch dieser Casting-Show-Star an denselben Mechanismen kränkelt wie die meisten anderen.
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