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| Wertung
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R=Redaktion
L=LeserInnen
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| Trackliste
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1.
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Gutscheine
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2.
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Patates
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3.
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Sommer Der Liebe
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4.
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Paradies
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5.
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Diese Neue Tür
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6.
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Geheul
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7.
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Admiral Peperoni
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8.
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Safari
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9.
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Klamotten
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10.
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Pathetischer Junge
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11.
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Finger
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12.
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Wie Es Sein Muss
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Die Aeronauten Boheme pas de probleme
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Sie saften wie Pfirsiche und röhren wie Junghirsche. |
ferk. Glückliche Trotzköpfe, seit zehn Jahren schon und jetzt zum fünften Mal in Albumlänge. Drei Jahre nach "Honolulu" und der allseits be-ah-ten und be-oh-ten Aufnahme in die Ehrengalerie der inzwischen verblichenen "Dead School Hamburg" melden sich die Aeronauten zurück. Mit einem fulminanten, vielschichtigen Werk, das uns alle umarmt und anspornt. Und das auf dem Titel trotzig-ironisch behauptet: "Bohème Pas De Problème".
La Bohème, die alte Lehre vom cleveren Nichtstun, wird von den Aeronauten, die den Titel von der Britta-Sängerin Christiane Rösinger borgten, mit in die moderne Globo-Globo Welt transportiert.
Aus den jungen Bohèmiens sind erfahrene Showhasen geworden. Sie saften wie Pfirsiche und röhren wie Junghirsche auf den Dorfplatz, den wir Welt nennen. Oder "Europa" von Marseille bis Helsinki, von Casablanca bis Petersburg.
Zürich-Schaffhausen wird plötzlich zum Schmelztiegel aller erdenklichen Musiken. Gutscheine gibt's in Deutsch, Kartoffeln in Französisch und das Bandfoto auf dem Backcover auf kid-creolisch.
Die Aeronauten machen die eigene Reifeprüfung zum erotischen Hörerlebnis: Mit allen Wassern gewaschen, schwimmen sie pudelwohl in allen Fahrwassern, vor denen man sie immer gewarnt hat. Keine Angst vor Disco, Funk, vor Lounge und Orchesterswing, Rumba oder Calypso. In diesem "Sommer der Liebe" schrecken sie vor nichts mehr zurück. Erwachsen geworden, geniessen sie als glückliche Trotzköpfe den berüchtigten "Abschied vom Jugendbonus".
Adieu sagen die Aeronauten auch dem weinerlichen Gehabe der Bohème. "Schluss mit dem Geheul!" (Wenn es nicht mehr weh tut) ruft ihr Songschreiber und Sänger Oliver Maurmann (auch bekannt als GUZ). Fertig ists mit der "Versteherei", jetzt wird subito auch das eigene Glück eingefordert.
Dies alles in dem anarchistisch-fröhlichen Gestus der Überlebenden, die auch in Weltklasse-Hits wie "Patates" noch die alte Punkkapellen-Vergangenheit spüren lassen. Ganz wie die Werbung für ein Schweizer Bergwasser meint, dass alles besser werde, nur eben dieses Mineral gut bleibe.
Die musikalische Öffnung wird von einer grandiosen Produktion (Dan Suter) getragen, die der Band alle Spielarten erlaubt - auch den guten alten Garagenrocker.
Aufgenommen hat Gavin Maitland (Startrack), und -mehr als nur gemischt- Tom Etter. Von wegen Etter: Die freundschaftlichen Verbindungen zu den bewunderten Züri West pflegen die Aeronauten mit einer schönen Hommage an "I schänke dr mis Herz" ("Diese neue Tür").
Um der Erde und des Himmels willen: Kauft diese Platte! Spielt diese Platte! Spielt sie in den Eiswagen, in den Schwimmbädern und an den Skiliften, spielt sie in den exklusiven Galerien und vor den niederen Spelunken, auf den Rheinschiffen, und beim Gemüserüsten, spielt sie hinterm Haus, zwischen dem Ineinanderliegen, auf Reisen und vor dem Zubettgehen!
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