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Züri West Radio zum Glück
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Jahrgang 2001: Züri West kurz vor dem Stängeli! |
. So hat man es gerne. Langsam älter werden, von Zeit zu Zeit die Wohnung neu streichen, jemanden Neues kennen lernen. Mit dem Alter kommt die Reife, sagt man. Das gilt auch für Züri West. Obschon gerade die "gewisse Reife" die Band um Kuno Lauener immer schon auszeichnete. "Radio zum Glück" nimmt den schon auf "Super 8" wiederaufgenommenen Faden zum Bestseller "Züri West" auf und spinnt ihn weiter und weiter. Abgesehen vom Titelsong tragen alle Songs neue Kleider. Streicherarrangements geben dem Album eine eigene, leicht verzückte Atmosphäre. Nicht der Rockschuppen ("Hoover Jam"), sondern die gepflegte Tanzfläche ist Schauplatz der Handlung. So kommen die meisten der dreizehn Titel wie aus einem Guss: Dem Opener "Pamplona" folgt die im Vergleich etwas enttäuschende Vorabauskopplung "Ohni Di", gefolgt von den herausragenden "Julia", "No'ne Blues" und dem Klassiker "Upside down" in der berndeutschen Version "Obsi Nidsi". Laueners herzlich-ironisch-tragische Geschichten zeugen immer wieder davon davon, dass das Leben trotz anderslautender Gerüchte zumindest "drinn liegt" ("No'ne Blues"). Überhaupt erzählt uns Kuno von einer Anzahl Kleinigkeiten die erst Männern ab 40 bekannt vorkommen dürften, etwa von dem fiesen kleinen "Monster". Beschwingt geht es auf "Hermann" weiter, dem Song mit dem schmalzigsten Refrain des Album, gefolgt von einer Lauenerschen Ansicht des Kanton Aargaus ("Toti Flüger") und den klassischen Rocknummern "Wenn i Di nid cha überrede" und "Radio zum Glück". Eine reife Leistung!
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