 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Sie haben schon abgestimmt, Sie können keine Bewertung abgeben.
|
|
|
|
Züri West Super 8
|

|
Der Telefonbeantworter und andere Höhepunkte |
ds. Züri West haben sich eine Auszeit genommen und kommen offensichtlich entspannt zurück. "Amerika gits nid" sozusagen, denn diesmal wird teilweise im eigenen Bandraum aufgenommen, und die Platte ist vielleicht deshalb vom ersten Ton an entspannt, locker, als wäre sie einfach so dahingespielt worden. Es gibt Easy Listening, alte Sounds aus längst vergangenen Pop-Zeiten und dennoch auch das klare Bekenntnis zum Hier und Jetzt mit Anleihen aus Trip Hop oder Drum 'n' Bass. Diesmal, so scheint es, ist es der Band leicht gefallen, sich weiter zu entwickeln, ohne sich dabei wahnsinnig anstrengen zu müssen. Kuno sagt dem "Tages-Anzeiger", er habe in der Pause zwischen "Hoover Jam" und "Super 8" sein Privatleben renoviert und sich Zeit gelassen. Und so sind seine Geschichten nicht mehr von Wut sondern von einem lockeren, herzlich-ironischen, aber dennoch scharfen Blick auf Mensch, Umwelt und sich selbst geprägt. Das Leben in seinen Farben und Schattierungen, wie in "Glücklech" oder "Paris" und die Liebe mit all ihren Haken in "So cha me soöppis o säge" oder "2 Jahr". "Super 8" ist die Platte einer erfahrenen Band, von Musikern, die trotz ihres relativen Alters kein Problem haben, sich geistig zu bewegen. Und ausserdem gibts einen wunderbaren Hidden Track, bzw. eine versteckte Telefonbeantworter-Mitteilung, die allein schon das Geld wert ist. "Super 8" geht dort weiter, wo "ZüriWest" aufgehört hatte.
|