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Farin Urlaub Am Ende der Sonne
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Ohne Überraschungen |
roz. "Total genial, brutal und kolossal" heisst es im Eröffnungssong, sei er, der Farin Urlaub. Genial? Nach dem Durchhören seiner zweiten Solo-CD wird man den Verdacht nicht los, dass der Ärzte-Gitarrist auch schon genialer war. Die Reime sind irgendwie ernsthafter, nicht mehr so treffsicher und fast überhaupt nicht witzig. Er hat sich mit Sarkasmus und Boshaftigkeit merklich zurückgehalten und erzählt statt dessen kleine Geschichten aus dem Leben. Nicht aus seinem, wohlgemerkt.
Brutal? Ja, der Sound ist im Vergleich zum Debütalbum merklich härter und rockiger geworden. Er sei halt eine "verdammt Rocksau", liess er in einem Interview verlauten. Und so sind nur noch zwei Ska-Nummern auf der CD, der Rest ist reiner Punkrock mit deutschen Texten, wie man ihn von den Ärzten kennt. "Alle dasselbe" hat gar unüberhörbare Ähnlichkeit mit "Hurra". Und das ist das grosse Problem von "Am Ende der Sonne": Das Überraschungsmoment fehlt. Mal abgesehen vom Schluss "Apocalypse wann anders".
Kolossal? Immerhin ist bemerkenswert, dass der 41-Jährige sein zweites Soloalbum nahezu im Alleingang aufgenommen und produziert hat. Nach eigenen Angaben spielt er nämlich neben Gitarre und Bass seit einigen Monaten auch Schlagzeug und hat darum nur Teile seiner Live-Band "Racing Team" ins Studio geholt, um für die angemessenen Bläser, Streicher und Frauenstimmen zu sorgen. Nach der äusserst positiven Überraschung "Endlich Urlaub" ist der Nachfolger aber leider nur unterdurchschnittlich ausgefallen.
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