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| Wertung
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R=Redaktion
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| Diskografie
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Dörf Alles
(2005)
Review lesen |
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Keini So
(2002)
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Hunger
(2002)
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Quotä Reglär
(2001)
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Big Zis Dörf Alles
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Passt in keine Schublade |
nuevo. Sie will partout in kein Schema passen. Und das gelingt der rotznäsigen Zürcherin Big Zis mit ihrem neuen Album "Dörf Alles" sehr gut. Das ist auf der einen Seite gut, zeugt es doch von Kreativität und Originalität.
Auf der anderen Seite hat eine solche Vielfalt an Stilen auf einem Album auch Nachteile. So fehlt der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Tracks, das Album wirkt stilistisch zusammengewürfelt.
Textlich gesehen fordert Big Zis dem Hörer auf positive Weise einiges ab. Vieles ist beim ersten Anhören gar nicht erfassbar. Liest man die Texte jedoch im Booklet und denkt darüber nach, erkennt man schnell, das die Zürcherin einiges zu sagen hat. Geschickt lässt die Rapperin mit dem grossen Maul viele Aussagen weg und zwingt den Hörer so zum mehrmaligen Hinhören. Die Texte sind oft kurz gefasst und durch dies breit interpretierbar, was interessante Aspekte zu Tage bringt.
Die Vielfalt kennt kaum Grenzen. So zeigt die sonst so harte Zis mit "Printemps" ihre weiche Seite, brennt dem Hörer ihren Namen mit "B.I.G.Z.I.S." ins Gedächtnis und zeigt sich unter anderem mit "Trinke Wider" clubtauglich. Die restlichen Tracks sind oft an die 80er Jahre erinnernde Synthi-Pop-Beats, die manchmal recht kitschig wirken.
Ausserdem lässt die Zis bei "Bin Härter" Einblicke in ihre Leidenschaft für Gitarren-Sound zu und "Monschter" ist ein Kopfnicker-Beat schlechthin.
Extrem mühsam wird es jedoch bei "Wott Nur Slow Tanze", quasi das langsame Pendant zur ersten Single "Wott Nur Tanze". Bei diesem Track übermannte mich das Gefühl, eine Span-, Sandee- oder Gölä-Scheibe sei da in meinen CD-Player gerutscht. Die "Next"-Taste war mein Erlöser.
Wer Vielfältigkeit schätzt und kein HipHop-Verfechter ist, für wen die Emanzipation auch musikalisch keine Grenzen kennt, dem sei dieses Album wärmstens empfohlen. Wer allerdings ein Album will das man ohne Unterbrechung durchhören kann, sollte das Werk zuerst einmal probehören.
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Kommentare:
Kommentar von RED vom 12.05.2005:
Hmm. Der Autor hat offenbar das Album nicht verstanden. Meiner Ansicht nach eines der schönsten Zürcher Alben aus diesem Jahrzehnt.
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