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Genre: Rock


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(1980)
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The Cure
Seventeen Seconds (Deluxe Edition)

Erstklassiges Frühwerk

roz. Im Mai 1980 veröffentlichten The Cure ihr wahrscheinlich minimalistischstes Album: "Seventeen Seconds". Es ist anfangs schwer zugänglich, gar monoton, und eröffnet erst nach mehrmaligem Anhören die verborgenen Tiefen. Zu Beginn der Aufnahmen zu "Seventeen Seconds" tauschten The Cure ihren Bassisten aus: Simon Gallup hiess der neue, der mit seinem Bassspiel die gesamte Atmosphäre der Musik verändern und prägen sollte.

Dieses klassische Cure-Album erscheint jetzt, genau 25 Jahre später, als Deluxe Edition. Neben dem kurzen Originalalbum als remasterte Version ist in dieser Edition eine 51-minütige Bonus-CD enthalten, die von Frontmann und Sänger Robert Smith in langer Recherchearbeit zusammengestelltes Material enthält. Den Anfang bilden zwei Songs von 1979, die unter dem Pseudonym Cult Hero in England, Kanada und Neuseeland als Single veröffentlicht wurden. Gesungen hatte Frank Bell, ein Freund der Band. Von dieser Formation sind auch zwei Liveaufnahmen von ihrem einzigen Konzert mit auf der CD. Zuerst aber sind zwei private Demo-Songs zu hören. Es sind die ersten, die mit dem neuen Bassisten aufgenommen wurden. Die Tracks sind hier noch ohne Gesang, was auf interessante Weise den Entstehungsprozess dokumentiert. Der Alternativ-Mix von "Three" bezeugt auch die neue Ausrichtung auf mehr Keyboards. Die beiden Livemittschnitte von der 79er Tournee, die in Amsterdam aufgenommen wurden, sind von ordentlicher Qualität. Ebenso die sechs Live-Songs, die den Abschluss der Bonus-CD bilden. Es sind Aufnahmen, die nach der Veröffentlichung von "Seventeen Seconds" 1980 gemacht wurden. Natürlich klingt das Schlagzeug etwas blechern, aber man muss sich bewusst sein, dass diese Aufnahmen vor 25 Jahre entstanden.

Ein aufwändig gestaltetes Booklet mit ausführlichen Linernotes und das schöne Doppel-Digipack im edlen Plastik-Schuber runden das exklusive Paket ab. Diese Deluxe-Edition wird sich zu einem begehrten Fan-Objekt mausern, ist aber auch sehr interessant für Leute, die dieses Frühwerk von The Cure bislang noch nicht entdeckt haben. Von den 40 Franken, die sie kostet, sollte man sich nicht abschrecken lassen, es lohnt sich.


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