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Info
Genre: Jazz

Trackliste
1. Quien Sera
2. Quizas Quizas
3. Amor Amor
4. Tres Palabras
5. Eras
6. El Manisero
7. Perfidia
8. Malagena
9. Sabora Me
10. Con Mil Desanganos
11. Carioca
12. Historia De Un Amor
13. Moi Je Suis Tango

Diskografie
Paris, Buenos Aires
(2006)
Emilio
(2005)

Review lesen
CD Story: Guy Marchand
(2003)
Demain J'Arrête
(2002)
L'Homme Qui Murmurait À L'Oreille Des Femmes
(2000)
NostalGitan
(1998)
Marchand De Rêves: Le Meilleur De Guy Marchand
(1998)
Buenos Aires
(1995)
Master Serie: Guy Marchand
(1987)
Guy Marchand
(1979)
Bye Bye Les Girls
(1970)
Je Cherche Une Femme
(1969)
Ben V'la Aut'Chose
(1968)
Broadway
(1968)
Attendez-Moi Les Gars
(1967)
Sentimental
(1967)
Signor Caruso
(1966)
L'Amoureux Transi
(1965)
La Passionata
(1965)
Guy Marchand
Emilio

Späte Berufung

mam. Jeder mässig erfolgreiche Schauspieler kommt irgendwann an den Punkt, an dem er eine Gesangskarriere startet. Meist bekanntlich mit beschämendem Resultat.
Mit Sicherheit nicht zu dieser Kategorie von Leinwandakteuren gehört Guy Marchand. Der 1937 geborene Franzose hat als Charakterdarsteller alles erreicht, was es zu erreichen gibt: Meist in der Rolle des Machos oder charismatischen Widerlings spielte er unter anderem an der Seite von Romy Schneider und Jean-Paul Belmondo und avancierte anfangs der Neunzigerjahre zum saxophonspielenden Serienstar Nestor Burma.
Filmisch betrachtet hat Guy Marchand den Olymp also längst erklommen und braucht sich selbst und auch der Welt nichts mehr zu beweisen. Musikalisch jedoch steht der Schauspieler erst am Anfang. Auf seinem Debut-Album "Emilio" interpretiert er voller Leidenschaft, ganz in der Tradition französischer Chansonniers, dreizehn sehnsüchtige Titel, meist in spanischer Sprache. Ein notorischer Macho, der sanften Bossa Nova zum Besten gibt – kann das funktionieren?
Im Falle von Guy Marchand auf jeden Fall. Mit dem Einspielen des Werks "Emilio" hat er sich einer seiner ältesten Liebschaften, den lateinamerikanischen Rhythmen, endlich wieder angenähert und erfüllt sich mit dem vorliegenden Werk einen Lebenstraum. Und irgendwie scheint "Emilio" ja lediglich die Konsequenz seiner vielseitigen Persönlichkeit zu sein: Der Charme eines gereiften Charakters gepaart mit dem Talent eines Crooners, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt, ergeben ein Album, das es sich anzuhören lohnt und die Frage aufwirft, warum sich Guy Marchand nicht bereits früher der Musik zugewandt hat. Es ist also einmal mehr bewiesen, dass nicht jeder Schauspieler zwangsläufig auf dem zweiten Bildungsweg scheitern muss.


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