 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Geben Sie Ihre Wertung ab!
|
|
| Trackliste
|
|
1.
|
Skin-Deep
|
|
2.
|
Pillory-Like
|
|
3.
|
Goldilocks
|
|
4.
|
Airing
|
|
5.
|
Never Mind
|
|
6.
|
Closer
|
|
7.
|
Irony
|
|
8.
|
Stools And Rules
|
|
9.
|
Tomorrow
|
|
|
|
|
Beady Belle Closer
|

|
Nordische Vielfalt |
mam. Wenn Bugge Wesseltoft ruft, dann lässt man sich kein zweites Mal bitten. Dies müssen sich auch die norwegische Sängerin Beate S. Lech und ihr Landsmann, der Bassist Marius Reksjø, gedacht haben, als Bugge an ihre Türe klopfte und sie 1999 einlud, für sein Label Jazzland ein Album aufzunehmen. Wesseltoft liess den beiden, die sich seit ihrer Studienzeit in Oslo kennen, künstlerisch jegliche Freiheiten und ermöglichte so die Entstehung des Debut-Albums "Home".
Sechs Jahre später beeindrucken Beady Belle erneut mit der Scheibe "Closer", welche all das beinhaltet, was den skandinavischen Jazz der letzten Jahre auszeichnet: Reduzierte Klanggebilde gepaart mit stimmigen Harmonien laden ein auf eine Reise durch ein Land, das keine musikalischen Grenzen kennt. Breakbeats haben auf "Closer" genauso Platz wie Anleihen aus R&B und Pop. Zentrale Grundlage jedoch bleibt der Jazz. Er hält das Werk zusammen und gibt ihm ein Fundament, das einerseits empfänglich ist für Innovation und andererseits als grosszügiger Rahmen für Experimente dient.
Und mittendrin steht die starke Stimme der weiblichen Protagonistin. Ihr kräftiges Organ vermag es – gleichermassen präsent und rücksichtsvoll – die Klangteppiche aus Akustik und Elektronik zu unterstützen und ihnen Gehör zu verschaffen, ohne sie zu verdrängen. Lech spielt mit ihrer Stimme und lässt zu, dass Form und Inhalt ihres Gesangs sich zuweilen absolut gegenläufig präsentieren. Eine reizvolle Spielart, welche vielleicht typisch ist für die Musik von Beady Belle.
|