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| Wertung
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R=Redaktion
L=LeserInnen
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| Trackliste
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1.
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Silver (Who Stole The Groove ?)
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2.
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Preface
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3.
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Y.U. ? (The Vowels Tune)
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4.
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Calligram
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5.
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Irony
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6.
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Easy
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7.
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Le Grand Voyage
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8.
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What Was It Again ?
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9.
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Where Is It ?
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10.
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There Comes A Time
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| Diskografie
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Entertainment
(2005)
Review lesen |
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Top Secret
(2002)
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Placebo Sessions: 1971-1974
(1999)
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Sam Suffy
(1974)
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Marc Moulin Entertainment
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Die Zeit verschlafen |
mam. Zweifellos, Marc Moulin ist ein Multitalent. Der in Belgien geborene Keyboarder schreibt Theaterstücke, verfasst Romane und arbeitete schon für Radio und Fernsehen. In erster Linie ist er aber Jazzmusiker. Bereits 1961 gründete er ein Trio, im Laufe der Achtzigerjahre schlug er mit seinem Elektro-Pop-Projekt Telex erstmals die Brücke zwischen Jazz und Clubmusik. Nach der Jahrtausendwende etablierten sich in Europa Künstler wie St. Germain oder Llorca, und als Moulin das Werk "Top Secret" veröffentlichte, traf er damit den musikalischen Nerv jener Zeit.
Was hier nach einem viel versprechenden Werdegang tönt, weckt natürlich Erwartungen. Und genau diese Erwartungen werden Marc Moulin im Zusammenhang mit dem Album "Entertainment" zum Verhängnis. Das Werk besticht zwar durch eine solide Arbeit im Studio und überzeugt dadurch, dass der Belgier einmal mehr eine Vielzahl talentierter Musiker um sich schart. Was dem Werk aber fehlt, sind neue Ideen. Man erhält den Eindruck, als hätte Moulin – viel beschäftigter Tausendsassa – im Strudel seiner zahlreichen Verpflichtungen die musikalischen Entwicklungen der letzten Jahre schlicht verschlafen.
Die elf Stücke auf dem Album gestalten sich zu wenig abwechslungsreich, neue Akzente sucht man vergeblich. Typische Orgel-Sounds werden mit bekannten Beats unterlegt, das Trompetenspiel von Bert Joris verleiht den Kompositionen eine gewisse Monotonie, da es zu wenig differenziert in das Gesamtwerk integriert wurde. Kurz: "Entertainment" erscheint im heutigen Kontext recht belanglos und hebt sich in keiner Weise vom Stil zahlloser Lounge-Projekte ab.
Schade, wenn man bedenkt, welches Potential Marc Moulin mitbringt. Wäre das vorliegende Album fünf Jahre früher veröffentlicht worden, wäre es mit Sicherheit zum Erfolg geworden: DJs hätten es gespielt und es hätte sich zum Soundtrack für einen Sommer entwickelt. Nun aber ist dies ernsthaft zu bezweifeln. Es wäre zu wünschen, dass sich Marc Moulin wieder auf seine wahren Talente besinnt: Innovation und musikalische Voraussicht.
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