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| Wertung
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R=Redaktion
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| Diskografie
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Minimum - Maximum
(2005)
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Minimum-Maximum
(2005)
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Tour de France Soundtracks
(2003)
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Mix, The
(1991)
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Electric Cafe
(1986)
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Computerwelt
(1981)
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Mensch-Maschine, Die
(1978)
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Trans-Europa Express
(1977)
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Radioaktivität
(1975)
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Autobahn
(1974)
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Ralf und Florian
(1973)
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Kraftwerk 2
(1972)
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Kraftwerk 1
(1971)
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Kraftwerk Minimum-Maximum
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Klasse Live-Dokument |
roz. Auf die Frage, was denn bei Kraftwerk überhaupt live sei, antwortete Ralf Hütter vor Jahren im "Tages Anzeiger": "Alle Klänge sind live." Und nun antworten Kraftwerk mit ihrer ersten Live-Doppel-CD namens "Minimum Maximum". Das Album wurde vergangenes Jahr aufgenommen, entstand aber nicht an einem Abend, sondern wurde aus verschiedenen Aufnahmen zusammengestellt. Heisst das nun tatsächlich, dass die Songs nicht jeden Abend gleich klingen?
Der Gesang ist auf jeden Fall schon mal live, das hört man deutlich. Hütters Gesangslinien weichen klar von den Studioversionen ab. Auch sonst gibt es feine Unterschiede, meist nur ganz kleine im perkussiven Bereich. Weniger als Musiker sondern vielmehr DJ-like bauen die Kraftwerkler aus unzähligen Fragmenten ihren unvergleichlichen Sound zusammen und verändern ihn mit Echoeffekten und Filtern. Im Gegensatz zu den Studioversionen wird bei einigen Songs auch die eine Strophe englisch und die andere deutsch gesungen. „Radioaktivität“ orientiert sich in der ersten Hälfte nach der Originalversion von 1975 und nimmt dann später sehr viel Tempo auf, so wie man es von der Version auf "The Mix" kennt. Aus "Expo 2000" wird der "Planet der Visionen", und am Ende von "Music Non Stop" hat man gar das Gefühl, dass mit den "Boing Bum Tschak"-Klängen richtiggehend improvisiert wird.
Das Publikum bejubelt die Songs frenetisch, und bei "Dentaku", das selbstverständlich in der Version aus Tokyo vertreten ist, singen die Japaner den Text lauthals mit. Die Songauswahl könnte fast nicht besser sein. Einzig "Computerliebe" fehlt vielleicht. Ansonsten sind natürlich viele neue Songs von den "Tour de France Soundtracks" vertreten, aber auch alle älteren Hits. Klasse auch, dass schräge Stücke wie "Nummern" den Weg ins aktuelle Repertoire gefunden haben. "Minimum Maximum" ist ein grossartiges Live-Dokument einer wegweisenden Band. Kaum eine andere Gruppe schafft es, so spielend aus einem Minimum das Maximum herauszuholen.
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