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Wertung
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Info
Genre: Jazz

Trackliste
1. Uptown Express
2. On The Wes Side
3. Metro Café
4. Cream And Sugar
5. Silhouette
6. Take Me Home
7. Temptation
8. Evolution
9. Just For You
10. Have You Heard?
11. Simple Pleasures

Diskografie
Temptation
(2005)

Review lesen
Soul Sessions
(2003)
Do It Again
(2002)
Dangerous Curves
(2000)
Out Of The Blue
(1999)
Avenue Blue
(1994)
Unspoken Words
(1988)
Jeff Golub
Temptation

Wenig reizvolle Versuchung

mam. Jeff Golub hätte auch Schauspieler werden können. Er sieht gut aus, ist stets adrett gekleidet und weiss, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentieren muss, um erfolgreich zu sein.
Golub hatte aber einen anderen Traum: Er wollte Gitarrist werden und besuchte daher die renommierte Berklee School of Music in Boston. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Session-Musiker beispielsweise mit Tina Turner, Vanessa Williams oder Rod Stewart, merkte aber schon bald, dass er eigene Projekte verfolgen, seine eigenen Alben produzieren wollte. So veröffentlichte er im Jahre 1988 sein erstes Solo-Album "Unspoken Words" und gründete eine Band mit dem Namen Avenue Blue, die nach ein paar Jahren aber wieder von der Bildfläche verschwand.

"Temptation" ist mittlerweile das siebte Album von Jeff Golub. Es wurde von Paul Brown produziert, welcher in der Vergangenheit bereits mit Boney James und George Benson zusammen arbeitete. Er hat dem Werk zwar eine bluesige Note verliehen, konnte aber nicht verhindern, dass eine gewisse Ideenlosigkeit die Scheibe dominiert. Die Stücke klingen hier und da eintönig und verbreiten eine seltsame Gefälligkeit, wie sie im Bereich des Smooth-Jazz zuweilen vorkommt. Die Kompositionen fordern die Hörerschaft nicht heraus, erregen kaum Emotionen – kurz: Das Album "Temptation" ist simpel und recht anspruchslos geraten, könnte nichtsdestotrotz kommerziell aber zum Erfolg werden.

Jeff Golub scheint einfach nur gefallen zu wollen. Ein paar Ecken und Kanten hätten dem vorliegenden Werk aber nicht geschadet. Im Gegenteil: Sie hätten es natürlicher gemacht und ermöglicht, dass einen das an sich interessante Spiel des Musikers berührt oder gar begeistert.
Als Schauspieler würde Golub geradlinig und makellos gefallen, im Jazz jedoch würde etwas mehr Spontaneität sicherlich nicht schaden.


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Jeff Golub
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