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Sandee Meh vo mir
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Mehr vom gleichen |
roz. Der Albumtitel ist etwas unglücklich gewählt, weil er eigentlich schon alles vorweg nimmt. "Meh vor mir" ist tatsächlich einfach nur mehr von Sandee. Ihr Debütalbum "Irgendwenn, irgendwo" war ein durchschlagender Erfolg. Und so setzt sie erneut auf die Songwriter-Qualitäten ihres Lebenspartners, Arrangeurs und Drummers Urs Frei. Thomas Wild und Remo Kessler von der Schmetterband sind auch wieder dabei. Und in den Texten geht es wieder um die Liebe und ihre Irrungen, das Loslassen und ums Achtung vor einander haben. Die Herz-Schmerz-Ballade "Tänzerin" ist mindestens so gefühlsdusselig wie Pur’s "Wenn sie diesen Tango hört". Die Coverversion von Münchener Freiheits "Ohne Dich" ist aber dann definitiv fehl am Platz. Der hochdeutsch gesungene Song passt hinten und vorne nicht zum Rest. Sandra Moser, die sich von der Gölä-Background-Sängerin zu einer ernst zu nehmenden Mundart-Power-Frau entwickelt hat, hat eine eindringliche Stimme, und es steht ausser Zweifel, dass sie eine begnadete Sängerin ist. Der Sound wirkt kompakt, die Band eingespielt, und die Musik kommt von Herzen. "Meh vo mir" ist etwas breiter produziert, wirkt gleichzeitig aber flacher und nicht mehr so kernig wie das Debüt. Das Ganze ist noch mehr auf Mainstream getrimmt und klingt so richtig schweizerisch wie Plüsch und Co. Schade.
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