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Kelly Osbourne Sleeping In The Nothing
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Elektro-Pop für Tanzwütige |
roz. Vom MTV-Punk zur Glamour-Lady? Das jedenfalls suggeriert schon das Cover: Kelly Osbourne mit schwarzem Pagenschnitt sieht ein wenig aus wie Uma Thurman in Pulp Fiction. Auch das Brüllen lässt die 21-Jährige diesmal sein. Sie steckt aber immer noch tief in den 80ern fest. Für das neue Album hat sie sich Linda Perry (Ex-4 Non Blondes) ins Boot geholt, die grosse Erfolge mit Pink, Gwen Stefani und Christina Aguilera feierte. Perry programmierte und spielte praktisch alles auf "Sleeping In The Nothing". Mit kalten Synthesizern, Midi-Drumloops und diesem sterilen, roboterhaften Groove der frühen 80er Jahre versuchen Perry und Osbourne krampfhaft den Wave jener Zeit wieder Salon fähig zu machen. Die Single "One World" mit dem französischen Gesäusel erinnert dabei stark an Visage ("Fade To Grey"). Vor allem die Drum-Sounds klingen meist recht antiquiert. Der Gesang wirkt zuweilen etwas unmotiviert. Kelly singt monoton, ihr Stimmumfang ist sehr eingeschränkt. Und die persönlichen, stellenweise nachdenklichen Texte wollen nicht recht zum fröhlichen Elektro-Pop für Tanzwütige passen. Die Spielzeit von gut 36 Minuten + 8-minütigem Remix von "One World" ist nicht gerade üppig. Trotz allem aber ist die Platte gar nicht mal sooo schlecht. Die Melodien sind catchy, der Sound irgendwie fancy, und die kleine Osbourne als Identifikationsfigur gibt nach durchstandenem Drogensumpf auch was her. Wir haben schon schlechteren Teenie-Mainstream-Pop gehört.
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