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Wertung
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Info
Genre: R&B

Trackliste
1. Playa No Mo'
2. Step Up
3. Right Place Wrong Time
4. Too Good
5. Dont Say Nothing
6. Crazy Love
7. Batches
8. I'm Not The Enemy
9. 3rd Finger Left Hand
10. You Dont Know
11. Bye Bye Baby
12. Waiting
13. Stranger On Earth

Diskografie
Stranger On Earth
(2001)

Review lesen
Lina
Stranger On Earth

Lina und die alten Zeiten

sru. Was hat uns in der R`n`B-Welt an neuen Stilen noch gefehlt? Lina, die junge texanische Soul-Chanteuse serviert mit "Stranger on Earth" ein ausgeklügeltes und aussergewöhnliches Debut-Album im kreativ toten, vom Kommerz gebeutelten R`n`B-Genre. Linabedient sich bei schwarzer Musik aus längstvergangenen Tagen und swingt gekonnt zwischen Jazz, Hip-Hop-Beats und Soul.
Aus dem nichts und in die Ewigkeit verbindet die aus Denver stammende Lina Hochästhetisches mit dem Ungewöhnlichen. Die selbstbewusste Sängerin mit klassischer Gesangausbildung verzichtet selbstbewusst auf fremde Hilfe und arrangiert und co-produziert ein Debut-Album, das man in dieser Form noch nie gehört hat. Lina erfindet den Swing mit den Jazz der 40er und 50er Jahre neu, verpacktsüssesten Soul, Sexyness und Eleganz, schmiegt lustvolle und fette Hip-Hop-Beats an funky Samples und groovt mit ihrer facettenreichen Stimme. Sie haucht wie Billie Holiday, singt fein wie Nina Simone und kratzt ehrlich wie Ella Fitzgerald. Linas Stimmebestimmt in jedem Fall das Tempo. Jazzarrangements wie in den 40er und 50er Jahren, groovender Old-School und alte "Schwarz-Weiss-Film-Melodien" bringen Linas Stimme so richtig zum Tragen. Gezielt gesetzte Samples und Beats erzeugen in jedem der 13 Tracks eine neue Dynamik und eine Spannung, die für viel Talent und Raffinesse sprechen. Der Opener "Playa no Mo`" funkt so frisch wie Ninja Tune Member Mr. Scruff, dann wiederum rappt Lina bei "Step up" frech wie Jill Scott und flüstert in "Bye Bye Baby" samtigweich, doch gnadenlos und selbstbewusst wie Erykah Badu. Die jazzig liebevollen Vibes schlängeln sich in Soularrangements vergangener Tage. Kein Ton zu wenig, kein Schlenker zu viel. Nie wirkt Linas Stimme nervig penetrant und die smoothe, aber groovendeMusik kitschig schmalzig.
Lina macht mit ihrem Debut-Album ihre eigene Musik - sei es nun für einen Abend zu Zweit, ein Sonntagmorgen-Frühstück ganz alleine oder ein Apero mit allen. Lina offeriert mit "Stranger on Earth" ein wirklich gelungenes R`n`B Album.


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