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| Wertung
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R=Redaktion
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| Diskografie
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Southern Comfort, The
(2005)
Review lesen |
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Porcelain
(2003)
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Angel Delivery Service
(2001)
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Emil Bulls Southern Comfort, The
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Das Feuer ist erloschen |
roz. Der Hype ist vorüber, der Major-Deal weg und der langjährige Schlagzeuger auch. Trotz allem ist es jetzt da, das dritte Album der Emil Bulls. Es ist angriffslustig und geprägt von einer hymnischen Lebensfreude. Man klopft sich selber auf die Schulter und ist stolz, die Krisen überwunden zu haben. Der Titel "Southern Comfort" ist eine Hommage an das Lieblingsgetränk der Band, aber auch ein Bekenntnis zur bayrischen Heimtat. Produzierte man das Vorgängeralbum "Porcelain" noch in Spanien, so ist man diesmal einfach zu Hause geblieben. Die Regie übernahm der Münchner Produzent Klaus Scheuermann, selbst Sänger und Gitarrist bei der Punkrockband Farbe Fünf. Und so ist das neue Album ein wenig punkig geworden, setzt aber den bei "Porcelain" eingeschlagenen Trend fort: Weg vom Hardcore-Crossover, mehr in Richtung Pop. Die Musik der Emils Bulls ist aber nach wie vor weit davon entfernt, sanft zu klingen. "Southern Comfort" ist sehr abwechslungreich ausgefallen, wirkt aber insgesamt etwas orientierungslos. Ein Beispiel dafür ist der Akustikgitarrensong "Friday Night", der musikalisch fragil, lyrisch aber sehr explizit ist. Mit "Newborn" machen sie College-Poprock und einen der wohl positivsten Emil Bulls-Song ihrer Geschichte. Und dann ist da noch das knapp am Kitsch vorbeischlitternde "Mongoose" mit seinem hymnenhaften Refrain. Die Musik der Emil Bulls hebt sich kaum mehr vom Einheitsbrei ab. Da ist nichts, bei dem sich genaueres Hinhören lohnen würde. Das Feuer des Debütalbums ist längst erloschen.
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