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Wertung
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Info
Genre: Jazz

Trackliste
1. Stitched Up
2. Sister Moon
3. Gelo No Montana
4. Hush, Hush, Hush
5. Don't Explain
6. Safiatou
7. I Do It For Your Love
8. A Song For You
9. When Love Comes To Town
10. I Just Called To Say I Love You

Diskografie
Possibilities
(2005)

Review lesen
Future 2 Future
(2001)
Night Walker
(2000)
Gershwin's World
(1998)
The New Standard
(1995)
Jammin' With Herbie
(1995)
Dis Is Da Drum
(1993)
Perfect Machine
(1988)
Sound-System
(1984)
Future Shock
(1983)
Lite Me Up
(1982)
Quartet
(1981)
Magic Windows
(1980)
Mr. Hands
(1980)
Monster
(1980)
Feets Don't Fail Me Now
(1979)
The Piano
(1978)
Direct Step
(1978)
Sunlight
(1977)
V.S.O.P.: The Quintet
(1977)
The Herbie Hancock Trio [1977]
(1977)
Secrets
(1976)
Man-Child
(1976)
Flood
(1975)
Death Wish
(1974)
Thrust
(1974)
Dedication
(1974)
Head Hunters
(1973)
Sextant
(1972)
Crossings
(1971)
Mwandishi
(1970)
Fat Albert Rotunda
(1969)
The Prisoner
(1969)
Speak Like A Child
(1968)
Blow Up
(1966)
Maiden Voyage
(1965)
Empyrean Isles
(1964)
My Point Of View
(1963)
Inventions & Dimensions
(1963)
Takin' Off
(1962)
Herbie Hancock
Possibilities

Innovation als Möglichkeit

mam. Herbie Hancock steht seit Jahrzehnten für Innovation und das Überschreiten musikalischer Grenzen. Kaum ein anderer Jazzmusiker kann auf ein derart buntes Lebenswerk zurückblicken wie er. Neben Joe Zawinul hat der Amerikaner massgeblich dazu beigetragen, dass der Synthesizer in diesem Genre heute salonfähig ist und in Fusion-Formationen seinen festen Platz hat. Mit dem Herausgeben des Albums "Future Shock" im Jahre 1983 setzte er neue Massstäbe im Bereich der elektronischen Musik und erreichte Kultstatus.
Immer wieder versuchte Hancock, seinen künstlerischen Horizont zu erweitern und scherte sich dabei weder um ungeschriebene Konventionen noch um Kritik aus seiner eigenen Zunft.

Auch heute scheint der Pianist aus Chicago nichts von seiner Brücken schlagenden Schaffenskraft verloren zu haben und veröffentlicht mit dem Album "Possibilities" ein Werk, das für Diskussion sorgen wird.
Er hat darauf mit verschiedenen Pop- und Rockgrössen der Gegenwart zusammengearbeitet, um deren eigene Kompositionen, aber auch Hits der Popgeschichte oder Jazzstandards neu zu interpretieren. Dabei ist es ihm gelungen, allen Stücken des Albums seinen eigenen Stempel aufzudrücken, ohne dabei die stilistischen Eigenheiten seiner Gäste in den Hintergrund zu rücken. So kommt der Song "Stitched Up" mit dem Sänger und Songwriter John Mayer überaus funky daher und hat Ohrwurmqualitäten. Ganz anders die Auslegung eines Stevie Wonder-Klassikers: Die Version von "I Just Called To Say I Love You" mit dem singenden Raul Midón überzeugt zwar durch ihr originelles Arrangement, wird die breite Masse aber nicht begeistern können.

Die Idee, welche Hancock auf "Possibilities" aufgreift und umsetzt, ist nicht neu und hätte ohne weiteres zum Desaster führen können: Sich mit dem Glanz zeitgenössischer Stars zu schmücken, birgt viele Gefahren. Diese hat der Pianist aber recht geschickt zu umschiffen gewusst. Zurückhaltend und fordernd zugleich hat Herbie Hancock seine Mitmusiker dazu gebracht, aus ihrem eigenen Fundus zu schöpfen und sich gleichzeitig auf das teils ungewohnte Terrain des Jazz zu wagen.


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Herbie Hancock
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