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Genre: Rock


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Super Ready / Fragmente
(2007)
XXY (Twenty Years 1985-2005)
(2005)

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Heaven Deconstruction
(1997)
Only Heaven
(1995)
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(1995)
T.V. Sky
(1991)
Play Kurt Weill
(1991)
L'Eau Rouge
(1989)
Young Gods
(1987)
The Young Gods
XXY (Twenty Years 1985-2005)

Repräsentativer Überblick

roz. 1985, vor 20 Jahren also, gründete Franz Treichler zusammen mit Cesare Pizzi und dem Schlagzeuger Frank Bagnoud die Young Gods. Treichler war ein exzellenter Gitarrist. Konventionelle Rockmusik oder der gerade angesagte Wave langweilten ihn aber zusehends. Er legte die Gitarre zur Seite und experimentierte lieber mit dem Sampler, einem elektronischen Gerät, das als Musikinstrument zu jener Zeit noch nicht gerade sehr verbreitet war.

Die Young Gods waren eine der ersten Bands überhaupt, die es wagten, Rockmusik ohne Gitarren, beziehungsweise mit gesampleten Gitarrensounds, zu machen. Sie setzten den Sampler ganz anders ein, als es andere taten. Sie leiteten eine lärmige, bisher ungehörte Musikrevolution ein und werden noch heute von zahlreichen Bands als ihr wichtigster Einfluss genannt. Cesare Pizzi und Frank Bagnoud sind nicht mehr dabei. An ihrer Stelle kamen Al Comet und Use Hiestand in der Band. Der Sound hat sich dadurch aber nicht elementar geändert. Über die Jahre sind die Young Gods vielleicht etwas elektronischer und weniger gitarrenorientiert geworden.

Das 20-Jahr-Jubiläum wurde mit zwei umjubelten Konzerten am Jazzfestival Montreux schon ausgiebig gefeiert. Es sollen noch weitere Aktivitäten folgen wie zum Beispiel die Live-Aufführung des "Woodstock"-Soundtracks inkl. Filmprojektion. Jetzt kommt aber erst einmal die Jubiläums-Best-Of-CD "XXY - Twenty Years 1985 - 2005". Darauf sind 19 Songs aus allen Schaffensperioden der Band sowie "Secret", eine neue, bisher unveröffentlichte Nummer. Natürlich fehlt das groovige "Lucidogen" vom 2000er Album "Second Nature" genau so wenig wie "September Song" von "The Young Gods Play Kurt Weil" (1991), das revolutionäre "Gasoline Man" mit dem abgehackten Rhythmus von "TV Sky" (1992), das ruhige "Child In The Tree" oder das sphärische "Donnez les esprits", beide von "Ony Heaven" (1995). Dazu kommt auch eine ganze Reihe französischsprachiger Songs von den ersten drei Alben. Die Zusammenstellung ist gelungen, wirkt in sich sehr homogen und bietet einen repräsentativen Überblick über das Schaffen der Westschweizer Band.

Wer alle acht Studio-Alben der Young Gods schon zu Hause stehen hat, der verpasst hier nichts. Wer hingegen noch nie von den Young Gods gehört hat, sollte sich jetzt kurz schämen und sich dann schleunigst diesen Best-Of-Sampler besorgen.


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