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| Wertung
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Biggles Colossus
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Interessant verwirrend |
ps. In Zürich wird er als Insidertipp gehandelt. Die Medien feiern Biggles als neuen Shootingstar und sind unisono voll des Lobes. Um es vorwegzunehmen: Biggles hat eine angenehme Stimme, ein gepflegtes Englisch und betreibt anspruchsvolles Songwriting. Zu seinen Vorbildern zählen Velvet Underground, der frühe David Bowie und Radiohead. Psychedelischer Rock halt. Das ganze macht Sinn, ist kraftvoll inszeniert und in sich stimmig. Schöne Geschichten, schön verpackt. Aber irgendwie überhaupt nicht überraschend. Ich lege dieses Album nun schon seit einigen Wochen immer wieder von neuem in den Player und versuche herauszufinden, was daran so faszinierend sein soll. Ich gestehe: Ich resigniere. Wir haben es hier unbestritten mit sauberen Songs zu tun. Elegante Texte und eine äusserst abwechslungsreiche Instrumentierung. Hier wurde intensiv gearbeitet. Reichlich Talent und Können steckt in dieser Scheibe. Irgendetwas aber fehlt. Viele Songs erscheinen plakativ. Obwohl Biggles nicht offensichtlich kopiert, bleiben die Originale faszinierender.
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