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Undergod Killove
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Nine-Inch-Nails-Abklatsch |
roz. Gegen Ende 2004 gab es bei Undergod erstmals personelle Neu- und Umbesetzungen. Mit USA-Rückkehrerin Maja Schwarz (auf dem Cover) wurde für Verstärkung an den Gitarren gesorgt, und nach sieben Jahren trennte sich die Band in Freundschaft von Drummer und Gründungsmitglied Fran. Chris "Specki" Specker, mit welchem im Februar 2005 auch bereits erfolgreich eine kleine Deutschland-Tour absolviert wurde, nahm seinen Platz ein.
Nach dem letzten, sehr guten Album "Who's Your God", einer umjubelten Tour mit Zeromancer und Auftritten mit Foetus, Clawfinger und Disturbed kommt nun "Killove". Und tatsächlich scheinen Undergod die hohen Erwartungen erfüllen zu können. Mit der ersten Nummer, "Berlin", die auch als Single ausgekoppelt wurde und im Vorfeld des Albumreleases zum Club-Hit avancierte, haben die Basler in der Tat gleich am Anfang einen Killersong am Start. Die Nummer erinnert schwer an Two, das Projekt von Trent Reznor und Rob Halford. Tommy Baumgartner hat hier auch diesen fiesen Ton in der Stimme, wie Halford. Grossartig. Das macht Hunger auf mehr. Im Verlauf der Platte zeigt sich aber, dass das hohe Niveau nicht ganz gehalten werden kann. Die Songs werden von Nummer zu Nummer belangloser. Das Ganze klingt zunehmend nach einem Nine-Inch-Nails-Abklatsch. Nummern wie "My Song" sind zwar grossartig und überraschen mit eigenwilligen Akkordwechseln. Aber gerade hier klingt Baumgartner extrem nach Trent Reznor. Das ist irgendwie schade. Etwas mehr Eigenständigkeit wäre durchaus wünschenswert gewesen. An der Produktion von Langzeitproduzent Scott Ross (u.a. Soundgarden) gibt es einmal mehr nichts auszusetzen. Der Sound ist transparent, breitwandig und energiegeladen und braucht internationale Vergleiche nicht zu scheuen.
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