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Rammstein Rosenrot
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Nicht mehr so breitwandig |
roz. Das Cover von "Rosenrot" mag so gar nicht zum Titel passen. Weitläufige Schneelandschaften und ein festgefrorener Schlepper sind da zu sehen. Musikalisch wird der Weg, den die Band mit "Reise, Reise" eingeschlagen hatte, fortgesetzt. Die Gitarren sind nicht mehr so breitwandig wie in den Anfangstagen. Sie klingen zunehmend wie bei jeder anderen Newmetal-Band.
Das Album steckt voller Geschichten von Menschen über Menschen, und dafür taucht es hinab in die tückischen Tiefen des seelischen Abgrunds. Bei ihrem Tauchgang fördern Rammstein vor allem eines zu Tage: die Probleme, Absurditäten und Anomalien, die sich hinter der Fassade des vermeintlich normalen, spiessigen Alltags verbergen. Im Titelsong "Rosenrot" werfen Rammstein ihren Anker in die Tiefen der deutschen Literatur. Sie verschmelzen das Märchen "Schneeweisschen und Rosenrot" mit Goethes "Heidenröslein". Textlich waren Rammstein aber auch schon besser. Ruppig wie die Gebrüder Grimm, feinsilbig wie Goethe. Es gibt keine wirklich schwachen Songs auf dem Album, aber auch keine wirklich guten. Überraschungen sucht man vergeblich, auch wenn das spanische "Te Quero Puta!" wohl eine solche sein soll. Oder die Zusammenarbeit mit Texas-Sängerin Sharleen Spiteri beim Song "Stirb nicht vor mir / Don't Die Before I Do". Dennoch ist "Rosenrot" ein solides Rammstein-Album, abwechslungsreich und mit allen Trademarks der Band.
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