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Wilco Kicking Television
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Musik ohne Grenzen |
pm. Vier Abende im Mai lud Jeff Tweedy und seine Wilco im The Vic Theatre in Chicago zu melancholischem Klangstudium. Die besten Momente dieser Bauchmusik wurden jetzt auf einer Doppel-CD verewigt. Während 23 Songs, vorwiegend aus den letzten drei Studioalben, zeigen uns Wilco ihr innovatives Verständnis für Musik. Die Fokussierung auf die jüngeren Alben erweist sich hierbei als goldrichtig, genau diese Songs waren es, die sich auf den Studioalben nämlich nie richtig entfalten konnten.
Kicking Television ist daher kein normales Live Album, sondern viel mehr ein weiteres Kapitel sich ausdehnender Musik. Wirkten bei den letzten zwei viel gelobten Epen „Yankee Hotel Foxtrot“ und „A Ghost Is Born“ die technischen Spielereien von Produzent Jim O’Rourke eher beengend, ist Wilco Live (ohne O’Rourke) grenzenlos. Die ausgezeichnete Auswahl von Herrn Tweedy, was seine Musiker betrifft, trägt sicherlich viel zu dieser lockeren Stimmung bei. Es scheint ein Kinderspiel zu sein, wie einzelne Instrumente ausbrechen und wieder zurückfinden. Als wäre es das einfachste auf der Welt, Musik zu Leben anstatt auswendig zu lernen.
Wer diese amerikanische Ausnahme Band bis jetzt nur vom hören sagen kannte, hat mit diesem Album einen umfangreichen Einstieg in die besondere Klangwelt einer countrylastigen Rootsrock-Band. Für alle die Wilco jedoch schon immer liebten, ist dieses Album ein Muss und eine enorme Bereicherung zur bestehenden Sammlung. Das perfekte Album für die angebrochene Schneezeit.
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