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Genre: Rock


Diskografie
Oral Fixation, Vol. 2
(2005)

Review lesen
Fijación Oral, Vol. 1
(2005)
Live & Off the Record
(2004)
Laundry Service
(2002)
MTV Unplugged
(2000)
Dónde Están los Ladrones?
(1998)
Remixes, The
(1997)
Pies Descalzos
(1996)
Shakira
Oral Fixation, Vol. 2

Kann Shakira Sünde sein?

roz. Sie habe eine Stimme wie ein Pferd, und aus ihr würde eh nichts werden, soll jemand mal zu ihr gesagt haben. Nun, mit dem ersteren hatte dieser Jemand zweifellos recht, mit dem zweiten jedoch definitiv nicht. Alleine von ihrem Break-Throught-Album "Laundry Service" verkaufte Shakira weltweit mehr als dreizehn Millionen Stück. Im Jahr 2005 kommen gleich zwei neue Alben von der Kolumbianerin. Das erste mit dem Titel "Fijacion Oral 1" (in spanischer Sprache) erschien im Juni, das zweite, "Oral Fixation 2" (in Englisch), folgt nun im November.

"Ich hatte eigentlich nicht geplant, zwei Alben zu machen, als ich mit dem Schreiben anfing. Plötzlich stellte ich aber fest, dass ich mehr als sechzig Songs geschrieben hatte, einige in Englisch, einige in Spanisch. Zwanzig davon wurden ausgewählt und nach Sprache auf zwei Alben verteilt", erklärt Shakira. Produziert hat sie selbst zusammen mit ihren langjährigen Partnern Lester Mendez, Luis Ochoa und Tim Mitchell. Neu im Produktionsteam: der argentinische Rockstar Gustavo Cerati (ehemals Soda Stereo) und Rick Rubin (Beastie Boys, System Of A Down, Red Hot Chili Peppers, Johnny Cash u.v.a.). Als Gastmusiker tritt Carlos Santana auf.

Nach ihrem heissblütigen Latin-Pop-Hit "La Tortura" schlägt die 28-Jährige auf dem englischen Album wieder rockigere Töne an. Beim Eröffnungssong "How Do You Do" hat man allerdings am Anfang noch das Gefühl, man habe eine Platte von Sarah Brightman aufgelegt. Gospelchöre und eine esoterische Melodie begrüssen den Hörer. Die merkwürdigen Mickey-Mouse-Chöre im Refrain sind dann noch gewöhnungsbedürftiger. Die Single "Don't Bother" ist da schon sehr viel geradliniger. Abwechslungsreich ist "Oral Fixation 2" allemal. In der Bridge von "Animal City" bedient sich Shakira bei einer Depeche-Mode-Melodie, und ganz zum Schluss flirtet sie dann endgültig mit dem New Wave der 80er Jahre. Dazwischen streift sie allerlei Stile und scheint tatsächlich in allen zu Hause zu sein. Bemerkenswert ist auch, dass es der jungen Frau wie kaum einer zweiten gelingt, sich in zwei Sprachen gleichermassen zu behaupten. Patricia Kaas oder Laura Pausini beispielsweise scheiterten beide bei ihren Versuchen, auf Englisch zu singen. Nicht aber das Energiebündel aus Kolumbien. Und so fragt man sich mit Blick aufs Cover: Kann denn Shakira Sünde sein?


Kommentare:
Kommentar von Taller In More W vom 14.03.2006:
Mit "Oral Fixation Vol.2" liefert Shakira eine gut gemeinte Fortsetzung von "Ficajion Oral Vol.1", die zwischenzeitlich zu überzeugen weiss. Auf alle Fälle zeigt sich die Dame mit den 11 neuen Titeln wesentlich abwechslungs-, wie auch temporeicher. Ob man nun mit Ausflüchten in den Dance-Pop, wie bei "Timor", etwas anfangen kann, muss jeder für sich entscheiden. "Oral Fixation Vol.2" als schlecht zu bezeichnen wäre jedenfalls so dreist wie die Tatsache, dass Tokio Hotel den Echo als bester nationaler Act gewonnen hat.
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Shakira
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Fansites:
  shakira-online.de/

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