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| Wertung
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R=Redaktion
L=LeserInnen
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| Diskografie
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Confessions Tour
(2007)
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I'm Going To Tell You A Secret
(2006)
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Confessions On A Danceflor
(2005)
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American Life
(2003)
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Music
(2000)
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Ray Of Light
(1998)
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Evita
(1996)
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Something To Remember
(1995)
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Bedtime Stories
(1994)
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Erotica
(1992)
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Remixes
(1991)
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Immaculate Collection
(1990)
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Dick Tracy
(1990)
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Like A Prayer
(1989)
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You Can Dance
(1987)
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Who's That Girl
(1987)
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True Blue
(1986)
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Like A Virgin
(1984)
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Madonna
(1983)
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Madonna Confessions On A Danceflor
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Schnurstracks in die Disco? |
ps. Das neue Album von Madonna war der Medienhype der Saison. Mit Betonung auf "war". Wie üblich bei diesen angekündigten Branchenbestsellers gab es ein Vorhören bei der Plattenfirma. Das garantiert Berichte in den spärlichen Feuilletons der Schweizer Medienlandschaft. So war im Vorfeld einiges über hängende Journalisten-Köpfe zu lesen, aber nur wenig über die eigentlichen zwölf neuen Madonna-Tracks auf "Confessions On A Danceflor". Kein Wunder, denn die Kernbotschaft des neuen Madonna-Albums bestand aus zwei lapidaren Botschaften: Madonna gelang es, von ABBA legal die Erlaubnis für ein Sample von "Gimme Gimme Gimme" zu erlangen und Disco ist der neue Trend.
Ersteres kann nicht bestritten werden und ist tatsächlich ein kleines Ereignis. Es kommt nicht alle Tage vor, dass ABBA ein Sample freigeben. Genaugenommen ist das "Gimme Gimme Gimme"-Sample erst das dritte autorisierte ABBA-Sample in der Musikgeschichte. Die zweite Botschaft ist zu bezweifeln. Doch spielt das eine Rolle? Neue Platten von Frau Ciccone sind High Noon für jede beteiligte Plattenfirma. Alles dreht sich um die Höhe der Chartsplätze, der effektiven Absatzzahlen.
Weil Journalisten sich gerne in einem In- und Out-Raster bewegen, hat hat mit diesem Album ein veritables Madonna-Bashing eingesetzt. Oder offenbaren uns die so genannten "Confessions On A Dancefloor" womöglich das nahende Karriereende von Madonna Louise Veronica Ciccone? "Time goes by so slowly" (die sich endlos wiederholende Zeile in der ersten Single) hat sich bereits zu einem ausgesprochenen Büroschlager gewandelt. Bloss: Büros sind keine Discos. Und heutzutage geht man nach dem Office auch nicht mehr schnurstracks weiter in die nächste Disco und tanzt den Abend ab. Und so mischt sich in die vom Image transportierte Wahrnehmung, wonach Madonna nun eine Dancing Queen sei, in die ernüchternde Erkenntnis, dass das Leben eben keine Disco ist. Auch nicht, wenn Madonna vorne drauf steht. Man weiss, dass Madonna die Remixe ihrer Songs besser gefallen, als die Originale. Wohl deshalb hat sie dieses Mal gleich selbst Hand anlegen wollen, und gleich das ganze Album als Remix produzieren lassen.
Nun ist Madonna aber nicht Daft Punk. Und sie ist auch keine Donna Summer der Neuzeit. Und wie ich das sehe, liegt sie auch mit ihrer Prognose falsch, dass kurz vor Weihnachten 2005 die Wiedergeburt des Disco ins Haus stehe. Viel schlimmer aber ist, dass die Innovation zu kurz kommt. Da sind viele gute Momente auf dem Album. Die Beats per Minute waren bei Madonna schon lange nicht mehr so hoch wie hier. Aber keine Innovation. Und gerade ihre neuen Ideen waren es, welche Madonna in den Neunzigern in den Pophimmel beförderten und auch notorischen Nörgerln wie mir viel Respekt abrangen. Noch versuche ich immer wieder, in Discostimmung zu kommen. Lange aber wird diese Scheibe nicht mehr in meinem Player drehen ...
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