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Info
Genre: Pop

Trackliste
1. Love Show
2. Stop Complaining
3. Solitary
4. Calling
5. What's Wrong With Me
6. No Other
7. Tell Me
8. All The Promises
9. Powerful
10. Say Amen
11. Jamaica Days

Diskografie
Mind How You Go
(2006)

Review lesen
Skye
Mind How You Go

Sanft und stimmungsvoll

roz. Auf dem Cover sieht man Skye Edwards auf ihrem Koffer verloren am Strassenrand sitzen. Ihre Bandkollegen von Morcheeba, einer der bedeutendsten Soul/Pop/TripHop-Bands, teilten ihr Ende 2003 mit, dass sie die Band auflösen wollen und sie ihre Koffer packen könne. "Das war nicht meine Idee, und ich möchte nicht, dass jemand denkt, ich hätte Morcheeba verlassen", sagt Skye nüchtern. Fünf Millionen Tonträger fanden ihren Weg über die Ladentische, darunter waren grosse Werke wie "Big Calm" oder "Charango".

Jetzt erscheint "Mind How You Go", das erste Soloalbum von Skye Edwards. Vieles daran wirkt sehr vertraut. Der betörende Zauber ihrer Stimme, die Melodien, der Groove und die kühle Eleganz der Instrumentierung. Komponiert und produziert hat sie mit guten Freunden und echten Könnern: Guy Sigsworth (Seal, Björk), Pascal Gabriel (Bryan Ferry, New Order), Jimmy Hogarth (Tina Turner, Beverly Knight), Pat Leonard (Madonna, Jewel) und Daniel Lanois (U2).

Pat Leonard sagte zu Skye, sie solle Bob Dylans "Oh Mercy" und "Hejira" von Joni Mitchell anhören. "Das war für mich die Offenbarung", erzählt sie, "Alle Songs waren wie Geschichten und hatten keine korrekten Reime. Ich wusste nicht, dass man so schreiben kann". Und so klingt "Mind How You Go" vielmehr wie ein Signer/Songwriter-Album, und nur noch sehr entfernt nach dem Trip Hop von Morcheeba. Die Songs wirken sehr persönlich. Bei Morcheeba sang Skye fast immer die Texte anderer. Auf "Mind How You Go" singt sie ihre eigenen Songs, erzählt ihre eigene Geschichte und bahnt sich ihren eigenen Weg. "Dieses Album bin ich", sagt sie lakonisch. Es ist sehr sanft und irgendwie rätselhaft. Die Melodien fräsen sich aber nicht direkt ins Gehirn. Das Album funktioniert durch die schöne Stimmung mehr als Ganzes und erinnert von der Machart her streckenweise an gewisse Nummern von Björk.


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