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6er Gascho Itz Oder Nie
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Blutleer |
mws. Sad, der Workaholic! Nachdem der Produzent bereits für die neuen Alben von Gimma und Baze verantwortlich ist, übernam er auch noch das Debüt der jungen Berner Crew 6er Gascho. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist wenig überraschend: High-End-Beats treffen auf druckvoll produzierte Raps und glasklare Gesangslinien.
Handwerklich ist die Scheibe entsprechend auf der Höhe der Zeit. Doch wie siehts inhaltlich aus, was haben die drei jungen MCs (Jahrgang '85 bis '87) zu erzählen? Leider enttäuschend wenig. Es wird vor allem das Pflichtprogramm absolviert: Ein Song über das Aufwachen nach dem Suff (“Fuck Was Wäh”), einer darüber, wies ist, wenn alles klappt (“Perfekt Tag”), einer darüber, wies ist, wenn nichts klappt (“I ha ke Bock”), einer darüber, wie schnell die Zeit vergeht (“Übermorn”), einer über den Stress mit den Frauen (“I wot doch nume chly ...”). Dazu jede Menge Lokalpatriotismus und Representing. Insgesamt also ein Album wie ein Supermodel: Beeindruckendes Äusseres, aber verflixt wenig Fleisch an den Knochen.
Aufhorchen lassen lediglich die zwei Instrumentals, welche die Plattenleger der Crew produziert haben: DJ Bowser und DJ Jones. Im Stile der Beat Junkies mixen die beiden mehrere Songs zusammen und kreieren so völlig neue Tracks. Das Highlight diesbezüglich ist “Kick it”, die Verschmelzung des Killer-Licks von “Seven Nation Army” von den White Stripes mit einem Old-School-Beat, garniert mit kunstvollen Scratches. Mehr davon, bitte!
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