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| Wertung
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R=Redaktion
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| Diskografie
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Glaube Liebe Tod
(2006)
Review lesen |
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Wahrheit oder Pflicht
(2004)
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Ego
(2001)
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Plastik
(1999)
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Unrein
(1998)
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Wunschkind
(1996)
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Defekt
(1995)
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Sperm
(1994)
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Oomph!
(1992)
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Oomph Glaube Liebe Tod
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Hymnisch |
roz. Wenn ein Album so erfolgreich war wie "Wahrheit oder Pflicht", dann ist die Arbeit am Nachfolger eine undankbare Aufgabe. Oomph! haben sich nicht verrückt machen lassen, liessen sich erst einmal ein eigenes Studio bauen und machten sich dann in aller Ruhe ans Songwriting. "Glaube Liebe Tod" ist wohl das Abwechslungsreichste, bislang aber auch ruhigste Oomph!-Album geworden - sieht man einmal von dem kleinen Skandal ab, den ihre neue Single „Gott ist ein Popstar“ auslöste. Für die Organisatoren der Echo-Verleihung war die Single Grund genug, die Band kurzfristig von der Veranstaltung auszuladen. Im Kontext der aktuellen, internationalen religiösen Diskussionen (Stichwort: Mohammed-Karikaturen) beriefen sich die Entscheider auf ihre moralische und gesellschaftspolitische Verantwortung. Auch viele Radiostationen wollten die Single nicht spielen. Die Erklärung der Band, dass es sich bei „Gott ist ein Popstar“ nicht nur um ein religionskritisches Werk handle, sondern ebenso um ein gesellschaftskritisches und sich dieses gegen die Kommerzialisierung des Glaubens und die Vergötterung der Casting-Shows richte, konnte das wertvolle Recht auf Kunst- und Meinungsfreiheit bisher nicht ausreichend untermauern. Der Text lehnt sich an das Gebet "Vater unser" an.
Weit weniger kontrovers als die Texte ist da die Musik. Da hätte das Trio ruhig etwas frecher sein können. Eine radiotaugliche Produktion, poppige tanzbare Rhythmen und enorm eingängige Melodien – ein Konzept, das schon beim Vorgänger-Album mehr als nur aufging. Einzig bei "Mein Schatz" rotzen die Gitarren noch Rammstein-ähnlich, ansonsten stehen glatter gebügelte Sounds im Vordergrund. Aber man muss vielen Songs zugestehen, dass sie eine gewisse Ohrwurm-Qualität haben. Da wären einmal das grossartige "Eine Frau spricht im Schlaf", das poppige "Träumst du" (erinnert vom Konzept her an "Join Me" von H.I.M.) und schliesslich "Die Schlinge", das auf dem Thema des Filmmusikklassikers "Spiel mir das Lied vom Tod" von Ennio Morricone beruht. "Glaube Liebe Tod" ist ein gefälliges Album mit hymnischen Hooklines, treibenden Beats und provokanten Texten zu eben diesen drei Themen.
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