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| Wertung
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1.
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Kairo
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2.
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Urban Silence
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3.
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Loconstruct
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4.
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The Floor
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5.
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Alzheimer
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Sonolar Ground Level
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Ästhetik urbaner Monotonie |
mam. Eine Stadt ist voller Geräusche. Es gibt kaum einen Ort im Freien, an dem man unbeschallt seinen Lunch verspeisen kann – überall wird gebaut, gefahren oder gebrüllt. Eine Tatsache, die grundsätzlich ganz schön nerven kann, in einigen Fällen aber auch ihr Gutes hat. Die Formation Sonolar lässt sich durch tönende Stadträume offensichtlich inspirieren und nimmt die Zuhörerschaft mit auf eine Reise durch ihren eigenen urbanen Dschungel.
Das Trio, bestehend aus Andi Schefer, Cello Egli und Tom Egli, kopiert nicht, sondern kreiert Neues: Langsam entwickeln sich Melodien und Klangteppiche, die einen hinunter zerren in die Unterwelt der Kanalisationen städtischer Gebiete. Klirrend, reibend, knirschend, röhrend und pochend breiten sich die klanglichen Gewebe der Kompositionen aus und ziehen das Publikum mit brutaler Monotonie in ihren Bann.
Wer genau hinhört, entdeckt im elektronisch klingenden Sound viel Handgemachtes: Gitarre und Bass tragen in gleicher Weise zum Gesamtwerk bei wie Drummachines. Stimmliche Einlagen sind spärlich gesät und werden meist stark verfremdet. Ganz allgemein irritieren die fünf Titel des Debut-Albums 'Ground Level' durchaus erfrischend: Endlos scheinende Klangspiralen drängen ständig vorwärts und verbreiten dennoch das Gefühl eines Innehaltens. Gemütlichkeit kommt dabei allerdings nie auf – dazu sind die erzeugten Klänge einfach zu düster.
Sonolar setzen mit 'Ground Level' einen willkommenen Kontrapunkt zur Versüssungstendenz der aktuellen Popwelt. Langsamkeit wird zelebriert, Effekthascherei vermieden. Die Stücke des Albums strahlen eine betörende Nüchternheit aus – gerade so wie das Neonlicht in einsamen Unterführungen. Urban schön eben, aber manchmal auch recht bedrückend.
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