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Pekamor Los
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roz. 15 Jahre nach seiner Zeit bei Irrwisch veröffentlicht Pek Krattiger mit seiner neuen Band Pekamor das erste offizielle Album. Die Musik von Pekamor lebt von Einflüssen aus der ganzen Welt. Von Rock'n'Roll-Polka über Popballaden, Worldmusic, Country und hartem Rock bis hin zu europäischer Folklore und lateinamerikanischen Rhythmen gibt es kaum einen Musikstil, den die Band nicht angeht. Schon die Besetzung - unter anderem mit einem Tubisten - zeigt, dass die Band Wege neben den üblichen Trampelpfaden sucht. Wer also ein Revival der 80er Irrwisch erwartet, wird hier seinen Ohren nicht trauen.
Neben Herz (Gefühl) und Bauch (Rhythmus) ist eben auch der Kopf (musikalischer Geist) das Ziel dieser Musik. In vielen Songs pulsiert der Rhythmus in ungeraden Taktmassen. Der leidenschaftliche Salsa-Drummer Andi Jörin, der mit der schweizerisch-kubanischen Band "Lymon y menta" in der Latino-Szene zu hohem Ansehen gelangt ist, verhilft Pekamor mit seinem Beitrag zu einer eigenständigen Note. Seine Affinität zu Art-Rock hat er kürzlich mit der Aufführung von "Tarkus" von Emerson, Lake & Palmer bewiesen. Trotzdem droht das Ganz irgendwie auseinanderzufallen. Wie überladen Pekamor daher kommen, zeigt das Jimi Hendrix-Cover "Hey Joe". Mit unnötig verschachtelten Rhythmuswechseln wird dem Song die ganze Magie geraubt. Und so wird das Album ab der Mitte immer sperriger. Verschiedenste Folkmusik-Einflüsse, Schlagzeugsoli und rituelle Chöre lassen den Zuhörer ratlos zurück. Die Produktion ist auch enttäuschend dünn, von einem Profi mit jahrelanger Studioerfahrung wie Pek Krattiger hätte man mehr erwartet. Freunde verrückt versponnener Songs finden hier allenfalls eine neue Quelle der musikalischen Lust. Alle anderen werden es schwer haben, Zugang zu dieser Musik zu finden.
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