 |
| Wertung
|
R=Redaktion
L=LeserInnen
Geben Sie Ihre Wertung ab!
|
|
| Trackliste
|
|
1.
|
Bumpin'
|
|
2.
|
Love Theme From Chinatown
|
|
3.
|
In My Secret Life
|
|
4.
|
The Peacocks
|
|
5.
|
I'm So Lonesome I Could Cry
|
|
6.
|
Subrosa
|
|
7.
|
Pra Dizer Adeus
|
|
8.
|
It Never Entered My Mind
|
|
9.
|
River Man
|
|
10.
|
Danny Boy
|
|
11.
|
A Distant Episode
|
|
12.
|
Tarde
|
|
|
| Diskografie
|
|
Oceana
(2006)
Review lesen |
|
|
|
That Summer
(2004)
|
|
|
|
Blue Eyed Soul
(2002)
|
|
|
|
Chattin With Chet
(2000)
|
|
|
|
Love
(1998)
|
|
|
|
Midnight
(1997)
|
|
|
|
German Songs
(1996)
|
|
|
|
My Secret Love
(1996)
|
|
|
|
Generations Of Jazz
(1993)
|
|
|
|
|
|
|
Till Brönner Oceana
|

|
Entdeckungsreise am Pazifik |
mam. Schnörkellos präsentiert sich das neue Werk von Till Brönner. Und sehr cool. Der Trompeter aus Viersen in der Nähe von Düsseldorf hat sich im Rahmen seines neuen Projekts 'Oceana' auf eine Reise in den Westen der USA begeben. Als Weggefährten hat er hochkarätige Musiker wie den Gitarristen Dean Parks oder Larry Goldings am Piano beziehungsweise an der Orgel um sich geschart, welche zusammen mit Brönner – ganz ohne kolonialistische Absichten – schöpferisches Neuland erkunden. Die Künstler erzeugen auf ihrer Reise eine erstaunliche Vielfalt. Den Jazz immer an ihrer Seite, verweilen sie auch im Country oder bedienen sich brasilianischer Einflüsse. Eine impressionistische Farbgebung auf akustischer Ebene sozusagen.
Nachdem ältere Alben des Deutschen auch schon von trendigen Grooves geprägt waren, findet er mit 'Oceana' wieder zu sanfteren Klängen zurück. Die Scheibe ist so sorgfältig aufgenommen und abgemischt, dass Nebengeräusche von Klappen und Saiten ebenso glasklar hörbar sind wie Brönners Atem, der ruhig durch sein Instrument fliesst und so einen angenehm weichen Klang erzeugt.
Till Brönner bezeichnet die Stimmung, die 'Oceana' verbreitet, als sehnsüchtig und einsam. Zu diesem Eindruck tragen nicht zuletzt auch die Sängerinnen Carla Bruni, Madeleine Peyroux und Luciana Souza bei, welche dem Album etwas Träumerisches verleihen und sich, leicht durch die Kompositionen gleitend, bestens in das Gesamtwerk eingliedern.
Der Titel der Scheibe bezieht sich auf das nie entdeckte Land Ozeanien. Dies sei ein Ort, wo es den Menschen besser gehe, so die Annahme. Die Sehnsucht, die dieses Bild weckt, wurde von Brönner und dem Produzenten Larry Klein stimmig auf die dreizehn Titel des neuen Albums übertragen. Was aber fehlt, sind ausgedehnte Trompeten-Passagen, für welche die meisten Brönner-Fans schwärmen. Sein Werk sei keine typische Jazzplatte geworden, sagt der Trompeter. Und genau dies könnte man bedauern, wenn man 'Oceana' mit älteren Brönner-Alben vergleicht.
|