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| Wertung
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| Diskografie
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Meyer Vs. Meyer
(2006)
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Acoustic Session Live At Foolpark
(2005)
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Drive By Shooting Star
(2003)
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Missing Sandy Brown
(2002)
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Meyer Meyer Vs. Meyer
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Verdammt nahe dran |
roz. "Meyer Vs. Meyer" ist wohl so eine Art Fight Club, wo man sich gegenseitig auf die Fresse haut. Das zumindest suggerieren die Bilder im Booklet, auf denen die Bandmitglieder mit blutverschmierten Köpfen und Schrammen abgelichtet sind. Und auch in den Texten kommen relativ viele F***-Wörter vor. Die Luzerner sind nicht zimperlich. "Ehrlich wie noch nie" sei das dritte Meyer-Album, sagt Sänger und Bassist Tobi Gabba. "Meyer Vs. Meyer" ist ein Doppelalbum, das ähnlich wie der letzte Foo-Fighters-Output eine CD mit Vollgas-Sound und eine im Unplugged-Gewand enthält.
Meyers Stil ist leicht geprägt von den Queens Of The Sone Age, vor allem aber von Therapy?. Das wird auch bei der Auswahl der Cover-Songs deutlich, wenngleich diese erst auf der zweiten, "Undistorted"-CD in Szene treten: "Nowhere" von Therapy? und "Go With The Flow" von QOTSA. Das letztjährige Akustikprojekt entstand, weil ein Teil der Band infolge Auslandaufenthalt fehlte. Die Verbliebenen zogen zusammen mit Kontrabassist Peter Gossweiler durch die Beizen, die Liveaufnahmen wurden im Zuger Foolpark gemacht. Sehr sympathisch ist auch, dass hier nichts kaschiert wird. "Go With The Flow" muss drei Mal begonnen werden, weil der Leadgitarrist die richtigen Töne nicht findet. Nichts geschnitten, keine Overdubs, das ist handgemachter Live-Sound.
Die "elektrifizierte" CD enthält elf laut rockende Songs, die durch harmonische Gesänge überzeugen und die drei Meyer-Brüder und ihren Sänger Gabba in Hochform zeigen. Nummern wie "Teenage Motherfucker" oder "Get Me Out Of That Plane" werden wohl kaum im hiesigen Radio gespielt werden, und das ist schade. Denn die Meyers sind wirklich gut. Verzerrte Bässe, grollende Gitarren und eine Stimme, die Durchschlagkraft hat. Auch die Lyrics sind zuweilen recht witzig und originell ("Be my Paul tonight, I'll be your John it's alright, I don't give a f*** if you talk to George, or if you drink with Ringo"), wenn auch die englische Übersetzung nicht überall 100%ig glückte ("Is this place free?"). Nicht besonders gelungen ist auch die Coverversion von Cohens "First We Take Manhatten". Die SonntagsZeitung sieht in den Luzernern die "neue beste Rockband der Schweiz". Übertrieben? Vielleicht, aber Meyer sind tatsächlich verdammt nahe dran.
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