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Tom Huber Playing For The Goats
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Quer in der Landschaft |
roz. Tom Huber als kreatives Universalgenie zu bezeichnen, mag zwar etwas zu hoch gegriffen sein. Der knapp 30-Jährige Zürcher Illustrator, Fotograf und Musiker ist jedenfalls ungemein kreativ. Für die Aufnahmen zu seinem ersten Album "Playing For The Goats" verwandelte er quasi sein Schlafzimmer zum Studio und nahm in mitunter obsessiver Manier alle Instrumente selber auf. Während zweier Jahre entstanden vielschichtige, detailreiche Songs mit verspieltem Charme. Das kunstvolle Booklet des Albums hat Huber ebenfalls selbst gestaltet.
Trends und Klischees sind ihm ein Graus. Hubers Klangwelten sind geprägt von Gegensätzen und vermeintlichen Widersprüchen. Sein Album lässt sich kaum einordnen. Stile wie Country, Metal, Folk, Industrial und Psychodelic finden hier ungezwungen zusammen und werden von Tom Huber zu herrlich geheimnisvoll dahindriftenden Songs verbunden. Irgendwo zwischen Beck, Fantomas und Mr. Bungle, aber nicht so hektisch. Mal scheint es der perfekte Soundtrack zu einem Surffilm zu sein, dann vielleicht zu einem existenzialistisch aufgeladenen Roadmovie, und dann klopft Huber seine staubigen Stiefel vor irgendeiner Saloon-Tür ab. Dabei beweist er ein feines Gespür für Melodien und Stimmungen. "Playing For The Goats" steht extrem quer in der Landschaft und ist bestimmt nichts zum Schnellverzehr nebenbei.
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