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Mia Aegerter Vo Mänsche u Monschter
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Stolz auf ihre Kreation |
roz. Für ihr zweites Album "Vo Mänsche u Monschter" komponierte Mia Aegerter nicht nur die Songs und schrieb die Texte, sie übernahm auch die gesamte Vorproduktion, programmierte und nahm auf. Sie beschäftigte sich intensiv mit professioneller Studio-Software und experimentierte mit Sounds und Ideen, bis sie mit den Resultaten ihren Produzenten und Freund Julian Feifel überraschen konnte. "Ich habe mich so lange eingeschlossen, bis ich die Songs komplett arrangiert und aufgenommen hatte", beschreibt Mia Aegerter diese Zeit.
In ihren neuen Songs beschreibt Mia Aegerter vorwiegend die Rolle der Frau in der Gesellschaft, aber auch kleine und grosse Alltagsprobleme. So erzählt sie zum Beispiel im Song "Monschter", wie sie schlafraubende Situationen meistert und sich dabei sogar darüber amüsieren kann. "Your Daughter, Your Honor" widmet sich dem sehr traurigen und bedrückenden Thema der Ehrenmorde. "Meischterwärk" kommt später zum Fazit, dass die Frau ein Meistwerk der Natur ist. Und im Song "Neutral" versucht Aegerter die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland zu thematisierten. Doch gerade hier hätte man viel bissiger sein können. Die Texte von Mia Aegerter sind halt nach wie vor etwas einfältig ("es git nüt wos nid git"). Zum Sprachenwirrwar (ein Teil der Songs ist wieder in Berndeutsch, der andere in Englisch) kommen neu auch noch ein paar Sätze Französisch hinzu.
Die Musik ist einiges rockiger geworden, in manchen Songs stehen kräftige Gitarren im Vordergrund. Etwa beim starken Einstiegssong "Poor Little Princess". Die Melodie nimmt einen sofort gefangen und geht leicht ins Ohr, auch wenn das Arrangement ein wenig unbeholfen ist. Das neue Album ist aber nicht nur rockiger, sondern auch vielseitiger. "Gott-los" z.B. lehnt sich an traditionelle Volklore-Melodien an und ist fast ausschliesslich mit perkussiven Klängen instrumentiert. "Neutral" ist ein rockiger Stampfer, "Bad Girl" orientiert sich an Horrorfilm-Soundtracks, "Monschter" überrascht mit eigenwilligen Harmonien, und bei "Naked" wird es gar funky. "Vo Mänsche u Monschter" klingt wirklich nicht schlecht. Die Aegerter ist erwachsener geworden, nicht nur die Musik ist gewachsen, sondern auch sie selbst präsentiert sich in einem neuen, gestylten Look; "Mueter Gott isch schtouz uf iri Kreation." Aber insbesondere Live wird klar, dass Aegerter und ihre Band, bestehend aus deutschen Jungs, nur gehobener Durchschnitt sind. Die Fribourgerin profitiert eindeutig von ihrem sogenannten Prominenten-Bonus, weil sie mal im deutschen Farbfernsehen war.
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Kommentare:
Kommentar von heepster vom 21.06.2006:
Plakativer, klischeebehafteter Feminismus, verpackt in ein Pseudo-Rockgewand, aber eigentlich aus der selben Kiste wie Jeannette Biedermanns Liedchen stammen, die Kompositionen sind nicht mal 08/15 tauglich. Aegerter setzt sich für die Frauen ein und sie singt, resp. krächzt von Unterdrückung durch die Männer, von Mädchen, die sich hässlich finden, die Schwieriges durchmachen, von Bad Girls usw. usf. Die ganze Palette von dem, was eine Konservenfeministin sagen könnte, ist enthalten. Das war ja zu erwarten !
Alice Schwarzer würde es gewiss toll finden, nur leider geht Mia eben genau dem Motto "Sex Sells" nach und ist demzufolge nicht wirklich authentisch. Schlimme Produktion !
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