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Emm Jetzt mol ehrlich
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Der kleine Prinz kommt aus Luzern |
mws. Was kann man erwarten, wenn ein 23-jähriger Luzerner Jurastudent ein Hip-Hop-Album veröffentlicht? Abgehobenes Geschwafel aus dem Elfenbeinturm? Gesellschaftskritik, Politik oder so? Weit gefehlt. De "chlii Prinz", wie Emm sich selbst nennt, beschreibt in seinen introvertierten Texten fast nur den Verlauf seines eigenen Lebens. In einigen Tracks ("Glück ghaa", "Renne") tönt das sehr positiv: Er stellt sich als Sonntagskind dar, dessen Leben sogar in schlechte Zeiten immer noch besser als das der meisten anderen ist; er gibt den erfolgreichen jungen Mann mit vielfältigen Talenten und ordentlich Geld in der Tasche.
In anderen Songs ("Entscheid", "Weiss ned") bleibt vom kleinen Prinz nur wenig übrig - Emm bangt um seine Zukunft, fürchtet sich vor Entscheidungen, zweifelt daran, dass der gewählte Weg der Richtige sei und zwischenzeitlich droht er gar zu resignieren, wenn er feststellen muss, dass es kaum möglich ist, sich mit Mundart-Rap den Lebensunterhalt zu verdienen.
Trotz der etwas einseitigen Themenwahl driftet die Platte nicht ins Langweilige ab. Das ist, nebst Emms schonungsloser Ehrlichkeit, vor allem der Verdienst der Produzenten (Diggy, Frisko, Svensonite und DJ D-One), deren fliessende, meist ruhige Beats prima zu Emms Lyrics passen. Aufgrund der relaxten Produktion ist "Jetzt mol ehrlich" kein Album für den Dancefloor - eher fürs Seeufer.
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