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Genre: Jazz

Trackliste
1. Something Worth Waiting For (Con Alma)
2. All You Need to Say (Never Say Yes)
3. Lightning (Lazy Bird)
4. A Long Way to Go (Equinox)
5. Strollin'
6. I Found the Turnaround ( The Turnaround)
7. Follow the Footprints (Footprints)
8. Life Is a Groove (Jordu)
9. A Tree and Me
10. I Can't Say (Teaneck)
11. But I Was Cool
12. Give Me a Break (Unit 7)
13. Everybody's Boppin'

Diskografie
Footprints
(2006)

Review lesen
Wild For You
(2004)
In Blue
(2002)
Ballads - Remembering John Coltrane
(2001)
From Paris To Rio
(1999)
Daydream
(1997)
Collage
(1996)
Azure-Te
(1994)
Sweet Home Cookin'
(1993)
I Didn't Know About You
(1992)
Karrin Allyson
Footprints

Texte schreiben

mam. Karrin Allyson hat eine Stimme, deren Zauber man sich nur schwer entziehen kann: Der weinerliche Unterton, der darin zuweilen auszumachen ist, verrät Leidenschaft, und die leichte Heiserkeit, welche stets mitschwingt, wirkt betörend. Die in Kansas geborene Amerikanerin ist ausgebildete Pianistin und kam eher zufällig zum Jazz. Sie sang während ihrer Ausbildung gelegentlich als Folk-Sängerin im Club ihres Onkels und in der Frauen-Rock-Band 'Tomboy'. Dabei entdeckte sie ihre Liebe für den stimmlichen Ausdruck und begeisterte sich mehr und mehr für die Standards des Great American Songbook. Anfangs der Neunzigerjahre unterschrieb sie einen Vertrag bei 'Concord Jazz', veröffentlichte 1992 ihr Debut-Album 'I Didn't Know About You' und blieb dem Label seither treu.

Neun Alben später erfüllt sich Allyson nun einen lang ersehnten Traum: Sie beauftragte den Pianisten und Arrangeur Chris Caswell, diversen Jazz-Klassikern von John Coltrane, Dizzy Gillespie, Wayne Shorter und anderen Legenden ein frisches verbales Kleid zu schneidern und lud ihre beiden stimmlichen Vorbilder Nancy King und Joe Hendricks dazu ein, diese Neuschaffungen mit ihr zu interpretieren. So ist ein Werk entstanden, das vor allem den Reiz des Neuen und Ungewohnten auslotet und meist das Gesangsduett in sein Zentrum stellt.

Gesamthaft ist 'Footprints', was die Stimmung betrifft, ein eher melancholisches Album. Dies dürfte einerseits daran liegen, dass die Vokalisten da und dort mit gezielt dissonanter Intonierung spielen und könnte andererseits aber auch darin begründet sein, dass ein weiterer potentieller Duettpartner, Oscar Brown Jr., kurz vor Beginn der Aufnahmen verstarb.

Das Konzept, Jazz-Klassiker mit Text zu versehen, scheint im Prinzip innovativ, ist im Falle von 'Footprints' jedoch nicht restlos geglückt. Der neue Inhalt der bekannten Stücke steht ganz in der Tradition althergebrachter Standard-Komposition: Etwas zu harmlos und süsslich kommen die neu geschaffenen Texte daher und lassen dabei ein gewisses Mass an Ironie vermissen.


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