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The Veronicas The Secret Life Of The...
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Rrriot ohne Ausdauer |
ras. Die Power-Girlie-Welle schwappt derzeit mächtig hoch: Avril Lavigne, Ana Johnsson, Kelly Clarkson, um nur ein paar zu nennen. Jetzt hat auch Australien seine Wow-Girlies, die mit satten Riffs und inbrünstigen, vornehmlich rockigen und rotzigen Songs Herz und Schmerz, Verlust und Ärger besingen. Auf den ersten Blick sind The Veronicas, die beiden 20jährigen, also bloss ein Eintrag mehr in der langen Liste, wenngleich sie zu zweit sind. Und doch haben sie etwas, was es bislang tatsächlich noch nicht gab: Jess und Lisa sind Zwillinge. Ihren talentierten Stimmen verleiht das oftmals eine eindrucksvolle Harmonie und ihren Songs eine subtile Nachdrücklichkeit.
Nach den ersten fünf Songs (inklusive den Singles 4ever und Everything I’m Not), die mit satten Riffs, coolen Hooks und ordentlich Tempo überraschen, lässt der Erstling der Veronicas im Mittelteil allerdings ziemlich stark nach. Den Songs fehlt der Schliff, die Melodien wirken platt, der Gesang schwerfällig. Es kommt unweigerlich der Gedanke auf: Für die zierlichen, verletzlichen Balladen sind sie nicht gemacht, die Zwillinge. Wo sich die Platte danach erholt, wirkt sie etwas uninspiriert. Die Spritzigkeit und die Eigenart, die noch die Eröffnungsknaller ausgemacht hatte, weichen der Beliebigkeit. Man glaubt zwar zwischendurch erneut, die alte Kim Wilde herauszuhören, wie sie noch zu ihren besten Zeiten geklungen hat, damals, als sie noch rotzig-trotzig in Leder oder im Overall daherkam. Aber das ist ja jetzt auch schon sehr, sehr lange her.
Zum Schluss drehen Jess und Lisa tatsächlich nochmals auf, aber irgendwie hat sich bis dahin die Liebe etwas abgekühlt.
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