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R=Redaktion
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| Diskografie
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Zirkus
(2006)
Review lesen |
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Stille Post
(2004)
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Hieb & Stichfest
(2002)
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Mia Zirkus
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Zu dramatisch |
roz. Hauptsache polarisieren, alles andere ist Mittelmass. Das ist das Motto von Mia. Die Band um Sängerin Mieze wurde im allgemeinen Berlin-Hype vor rund vier Jahren gross. Mit ihrem Neue-Deutsche-Welle-mässigen Elektropunk trafen sie den Zeitnerv wie kaum eine andere deutsche Band. Mit ihrem dritten Album "Zirkus" ist es aber so eine Sache. Dahinter steckt eine Art Plan. Zirkus. Das Leben. Emotionen. Varieté. Das ganze Theater. Vielfalt heisst das Zauberwort. Noch nie haben Mia mit soviel unterschiedlichen Stilen und Elementen experimentiert. "Zirkus" ist sehr üppig instrumentiert, ersäuft aber im eigenen Konzept.
Eröffnet wird das Album mit zwei enorm tanzbaren Popsongs. Neue Deutsche Tanzmusik, das wünscht man sich von Mia. Und Sängerin Mieze hat poetische Textzeilen parat, wie etwa: "Ich stell mir vor, ich wär ein schöner Augenblick, damit du fühlst wie ich". Doch dann wird "Zirkus" zunehmend melancholisch. Arg theatralisch. Mit schwermütigen Tuba-Tönen, Horn-Arrangements, Leierkasten und Vibraphon. Davon erholt man sich als Hörer kaum mehr. Plötzlich wirkt die ganze Platte unglaublich weinerlich. Die schräg-schrillen Gesangsharmonien tun das Ihrige dazu. Zu dramatisch ist das Ganze, wenn man doch nur ein bisschen Spass haben will.
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