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Peeping Tom Peeping Tom
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Popmusik zum Hinsitzen |
roz. Hinter Peeping Tom steckt der Tausendsassa Mike Patton. Das gleichnamige Album dürfte die zugänglichste Patton-CD seit Faith No More sein. Der Gesangsakrobat spielt darauf Synthesizer, Gitarre, Bass, Percussions, Sampler, Turntables, hat produziert, aufgenommen und alle Songs geschrieben. Zudem holte er sich zahlreiche Gäste ins Studio. Darunter Norah Jones, Massive Attack, Amon Tobin und das Dub Trio. Fünf Jahre arbeitete Patton an der CD und lockte seine Gäste weit weg von ihrem eigentlichen Betätigungsfeld.
"Peeping Tom" enthält 11 Songs zwischen Pop, Rock, Hip-Hop, Dub und Elektronik. Teilweise werden Erinnerungen an Faith No More wach. Das Ganze ist definitiv weniger experimentell als Fantomas, zugänglicher als Mr. Bungle und poppiger als Tomahawk. Downtempo trifft auf Sixties-Anleihen ("Peeping Tom" ist übrigens einem 60er-Jahr Horrorfilm entlehnt). Die Songs sind ernorm dynamisch und in Anbetracht der Vielzahl mitwirkender Gäste auch entsprechend abwechslungsreich. Patton stellt wie gewohnt jede Menge mit seiner Stimme und dazu passenden Effekten an und unterstreicht einmal mehr seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten. Jede einzelne Nummer ist ein kleines Kunstwerk. Das ist Popmusik zum Hinsitzen und Zuhören, wobei man immer wieder neue kleine Details entdecken kann. Einziger Schwachpunkt: wirkt überproduziert. Zuviele Köche verderben eben doch den Brei.
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